Uhr ist nicht gleich Uhr, da es für fast jeden Zweck und jede Aktivität eigene Uhrenmodelle gibt. Diese werden beispielsweise für Taucher oder Piloten entwickelt und alle ihre Funktionen sind perfekt auf diese Tätigkeiten abgestimmt.
Uhren sind bereits seit mehreren Jahrhunderten treue und verlässliche Begleiter. Sie sorgen stets dafür, dass ihr Besitzer pünktlich zu verschiedenen Veranstaltungen und Aktivitäten kommt und nicht durch Abwesenheit glänzt. In dieser Kategorie gehen wir näher darauf ein, welche Arten von Uhren es im Bereich der Armbanduhren gibt und woran sich die einzelnen Uhrenstile voneinander unterscheiden. Erfahre mehr, indem du auf die Überschriften klickst:
Uhren nach Einsatzzweck
Piloten, Taucher, Extremsportler und ihre Uhren: Spezialisierte Uhren.
Für fast jedes Einsatzgebiet gibt es heute Uhren, die speziell darauf zugeschnitten sind. Egal ob man sich im Bereich des Tauchens, Fliegens oder Outdoorsports bewegt, es gibt immer eine entsprechende Taucheruhr, Fliegeruhr, oder Outdoor-Uhr, die den Gegebenheiten dieser Aktivitäten angepasst ist und dabei hilft, selbst die schwierigsten Situationen zu meistern. Diese Uhren haben so charakteristische Merkmale, dass sie nicht mehr nur in diesen Bereichen zum Einsatz kommen, sondern einfach aus modischen Gründen getragen werden. Natürlich wirkt sich dabei das Prestige, das ein Instrument eines waghalsigen Piloten oder Extremsportlers besitzt, auf den Träger einer solchen Uhr aus. Das macht diese Uhren so besonders beliebt.
Uhren nach Funktionen
Multitalent oder einfach nur Zeitmesser: Die Funktionen einer Uhr.
Neben den unterschiedlichen Einsatzgebieten, lassen sich Uhren auch nach ihren Funktionen unterscheiden. Denn Uhren geben heutzutage nicht nur die Zeit (analog oder digital) und das Datum wieder, sondern können noch eine ganze Reihe weiterer Funktionen besitzen. Das geht vom Stoppen der Zeit eines Chronographen, über den integrierten Höhenmesser, bis hin zum umfassenden Funktionsumfang von Smartwatches, die sich mit dem Handy verbinden lassen, GPS-Koordinaten übermitteln können und eine zweite Zeitzone besitzen, wenn man sich gerade beispielsweise auf einem anderen Kontinent befindet. Besonders praktisch sind Uhren, die sich mit Funksignal automatisch einstellen und dank Solarantrieb völlig ohne Batteriewechsel auskommen. Es gibt sogar Uhren mit mechanischem Uhrwerk, die vielfältige Funktionen (sogenannte Komplikationen) aufweisen.
Uhren nach Form und Farbe
Das Design. Rund, Eckig, Kantig.
Neben den spezialisierten Einsatzgebieten und der Funktionen, kommt es bei einer Uhr auch auf das Design an, welches für viele zu den wichtigsten Aspekten beim Uhrenkauf gehört. Herkömmliche Uhren sind in der Regel rund, aber es gibt sie auch in oval und eckig. Meist besitzen sie eine entsprechende Größe, die dem durchschnittlichen Handgelenksumfang angemessen ist. Doch es gibt auch besonders große Uhren, die schon mal einen Durchmesser besitzen, dass man meint könnte, diese wären auch aus dem Weltraum sichtbar. Andere sind so flach, dass man Angst hat, sie könnten bereits beim reinen Anblick zerbrechen. Neben der Form ist auch das Material von Bedeutung. Denn Uhren können neben Stahl, Gold oder Kunststoff, sogar aus Holz bestehen und alle möglichen Farben besitzen. Egal ob für ein Dinner, oder für eine formelle Veranstaltung, man kann so immer das passende Modell wählen.
Weitere Unterscheidungsmöglichkeiten
Uhren lassen sich auch nach Anlass unterscheiden: zum Beispiel die Hochzeits-, Firmungs- oder Konfirmationsuhr. Oder man unterscheidet nach Uhrenmarke, Herkunft und Preiskategorie. Mehr dazu findet man in unserer Kategorie die besten Uhren und Uhrenhersteller.
Die folgende Übersicht führt die gängigen Uhrenarten mit ihren typischen Merkmalen. Manche Typen unterscheiden sich im Einsatzzweck, andere in der Technik, wieder andere allein in der Anzeige. Zu den wichtigsten führt jeweils ein eigener Artikel mit Modellen und Kaufkriterien.
Uhren nach Einsatzzweck
Diese Uhren wurden für eine konkrete Tätigkeit gebaut, und man sieht es ihnen an. Ablesbarkeit unter Wasser, Bedienbarkeit mit Handschuhen oder ein Gehäuse, das einen Sturz übersteht: Jedes Merkmal geht auf eine Anforderung zurück. Getragen werden sie längst auch von Menschen, die weder tauchen noch fliegen.
Taucheruhren
Taucheruhren sind wasser- und druckdichte Uhren, die zur Messung der Tauchzeit dienen. Sie sind mit einer drehbaren Lünette ausgestattet, an der die Startzeit des Tauchganges eingestellt beziehungsweise markiert werden kann. Dieser Uhrentyp verfügt über sehr einfache und klar ablesbare Zifferblätter, damit diese unter Wasser gut zu erkennen sind.
Fliegeruhren
Fliegeruhren, auch Pilotenuhren genannt, wurden im 20. Jahrhundert speziell für die Bedürfnisse von Piloten entwickelt. Sie mussten sehr präzise funktionieren. Später wurden die Fliegeruhren oftmals schon in den Armaturen der Flugzeuge integriert und eine Armbanduhr in dem Sinne war nicht mehr nötig. Heute steht der Begriff vor allem für den Stil: großes, kontrastreiches Zifferblatt und eine Krone, die sich auch mit Handschuhen bedienen lässt.
Militäruhren
Die wichtigste Funktion einer Militäruhr ist, die Uhrzeit über einen langen Zeitraum sehr genau anzugeben und großen Belastungen standzuhalten. Von den Anforderungen und Funktionen sind sie mit Einsatzuhren gleichzusetzen.
Outdoor-Uhren
Outdoor-Uhren sind meist auf bestimmte Aktivitäten wie Bergsteigen, Wandern oder Tauchen zugeschnitten. Wer sich lange abseits verlässlicher Infrastruktur bewegt, achtet zusätzlich auf Energieautonomie, Orientierung, Wetterfunktionen und eine realistische Notfallplanung. Für Werkstatt, Baustelle und körperliche Arbeit gibt es dagegen eine eigene Auswahl robuster Uhren.
Sportuhren
Sportuhren werden größtenteils zum Trainieren oder zur Vorbereitung auf Wettkämpfe genutzt. Sie können Messwerte wie den Puls oder die Position per GPS anzeigen. Zur Aufzeichnung des Pulses lassen sich Laufuhren mit einem Brustgurt verbinden, der die Herzfrequenz erfasst. Moderne Fitnessuhren dokumentieren darüber hinaus ganze Tagesaktivitäten, etwa die Anzahl der Schritte.
Laufuhren
Laufuhren messen die Herzfrequenz mit einem Sensor am Handgelenk oder einem verbundenen Brustgurt. Sie helfen dabei, lockere Dauerläufe von harten Intervallen zu unterscheiden und Tempo sowie Belastung über mehrere Einheiten zu vergleichen.
Uhren nach Funktion
Hier entscheidet nicht der Einsatzort, sondern das, was die Uhr über die Zeitanzeige hinaus kann. Von der Stoppfunktion über den Funkempfang bis zur Verbindung mit dem Smartphone reicht die Spanne.
Chronographen
Chronographen besitzen im Unterschied zu normalen Uhren eine zusätzliche Stoppfunktion. Dazu verfügen sie über einen eigenen Sekundenzeiger, der sich unabhängig vom Uhrwerk starten, stoppen und zurücksetzen lässt. Üblich sind zwei zusätzliche Drücker am Gehäuserand. Kleinere Hilfszifferblätter, die sogenannten Totalisatoren, zeigen die verstrichenen Stunden und Minuten des Stoppvorgangs an.
Solaruhren
Solaruhren sind mit Solarzellen ausgestattet, die Licht in elektrische Energie umwandeln. Die aufgenommene Energie wird in einem Akku gespeichert und hält die Uhr über Wochen bis Monate in Gang. Ein Batteriewechsel entfällt damit vollständig, ein Platz am Fenster genügt.
Funkuhren
Funkuhren empfangen das Signal eines Zeitzeichensenders und justieren die Uhrzeit damit laufend nach. Ihre Zeitangabe ist deshalb außerordentlich präzise. Es gibt diesen Uhrentyp als Funkwecker, Wanduhr und Armbanduhr. Ein bekanntes Beispiel sind die Bahnhofsuhren, die immer sehr genau laufen.
Smartwatches
Als Smartwatch werden Armbanduhren bezeichnet, die zusätzliche Funktionen und eine Verbindung zum Mobiltelefon mitbringen. Sie zeigen neben der Uhrzeit weitere Informationen an, empfangen Daten vom Smartphone und können es teilweise auch steuern. Sogar Telefonieren ist mit manchen Modellen möglich.
Uhren nach Antrieb
Woher eine Uhr ihre Energie bezieht, prägt Preis, Wartung und Ganggenauigkeit stärker als jedes andere Merkmal. Drei Bauarten teilen den Markt unter sich auf.
Automatikuhren
Als Automatikuhr wird eine mechanische Armbanduhr bezeichnet, die sich durch die Bewegung des Trägers selbst aufzieht. Ein Rotor überträgt diese Bewegung über eine Zahnradübersetzung auf die Zugfeder. Deshalb heißen diese Modelle auch Uhren mit Selbstaufzug.
Mechanische Uhren
Bei mechanischen Uhren treibt eine gespannte Feder das Werk an, mehrstufige Getriebe übersetzen die Kraft auf die Zeiger. In vielen Modellen gibt ein Sichtboden den Blick auf dieses Werk frei. Bei Skelettuhren ist die Mechanik sogar durch das Zifferblatt hindurch sichtbar.
Quarzuhren
Quarzuhren sind vollelektronische oder elektromechanische Uhren, deren Taktgeber ein Schwingquarz ist. Das Uhrwerk heißt hier Quarzwerk und wird über eine Batterie betrieben, da es keinen mechanischen Energiespeicher besitzt. Dafür ist die Ganggenauigkeit deutlich höher als bei jeder Mechanik.
Uhren nach Anzeige und Stil
Zum Schluss die Frage, wie die Uhr die Zeit zeigt und welchen Eindruck sie dabei macht. Dieselbe Technik kann in sehr verschiedenen Gehäusen stecken.
Analoguhren
Eine Analoguhr, auch Zeigeruhr genannt, stellt die Uhrzeit mit Zeigern auf einem Zifferblatt dar. Neben quarzbetriebenen Analoguhren gibt es mechanische Modelle mit Zeigerwerk, die von Hand oder über einen automatischen Aufzug gespannt werden. Zusätzliche Anzeigen wie Datum oder Mondphase sind bei beiden Bauarten möglich.
Digitaluhren
Digitaluhren haben weder Zifferblatt noch Zeiger, sie zeigen die Uhrzeit direkt als Zahlen an und laufen meist mit einer Batterie. In den 1970er-Jahren waren sie stark im Trend und trugen LED-Anzeigen. Deren hoher Energieverbrauch machte eine Beleuchtung per Knopfdruck nötig. Heute arbeiten die meisten Digitaluhren mit sparsamen LC-Displays.
Einzeigeruhren
Eine Einzeigeruhr besitzt nur einen Zeiger, den Stundenzeiger. Früher wurden Einzeigeruhren in Turmuhren verwendet, da es aus technischen Gründen nicht anders möglich war. Modelle, bei denen auf Minuten- und Sekundenzeiger verzichtet wird, werden auch als Minimaluhren bezeichnet. Üblicherweise ist das Zifferblatt in Viertelstunden eingeteilt und lässt sich damit genauso ablesen wie eine Uhr mit zwei Zeigern.
Dressuhren
Die Dressuhr ist der Gegenentwurf zur Sportuhr: flaches Gehäuse, ruhiges Zifferblatt, oft nur zwei oder drei Zeiger und ein Lederband. Die geringe Bauhöhe hat einen praktischen Grund, denn sie lässt die Manschette eines Hemdärmels darübergleiten. Auf Komplikationen und eine hohe Wasserdichtigkeit wird dafür meist verzichtet.
Vintage-Uhren
Als Vintage-Uhren werden klassische und ältere Modelle bezeichnet, meist mit Handaufzug oder Automatikwerk. Sie werden seltener getragen, sind teilweise echte Raritäten und wechseln vor allem als Sammlerstücke den Besitzer.

























