Fliegeruhren stehen seit jeher für besondere Präzision und technische Errungenschaften. Die Entwicklung dieser Uhren steht in direkter Verbindung mit dem Mythos der Luftfahrt, der sie nicht nur für Piloten und Flieger bis heute so begehrt machte.
Wir stellen euch hier die besten Flieger- und Pilotenuhren vor, die für jeden leistbar sind. So kann man den Mythos Luftfahrt und die Begeisterung der todesmutigen Flug-Pioniere auch am eigenen Handgelenk nachempfinden. Außerdem geben wir dir hier einen ausführlichen Einblick in die atemberaubende Geschichte der Fliegeruhren anhand der legendärsten Modelle.
Die beliebtesten Fliegeruhren bekannter Marken
Im Handel kann man eine Vielzahl unterschiedlicher Modelle von Fliegeruhren finden, die technisch unterschiedlich ausgestattet sind. Darunter gibt es reine Chronographen, Automatikmodelle und Modelle mit Handaufzug. Entdecke hier die besten Fliegeruhren bekannter Hersteller – von der bezahlbaren Quarz-Fliegeruhr bis zur legendären Schweizer Manufaktur.
Junkers Cockpit
Die Junkers Cockpit ist eine klassische Fliegeruhr im Stil der IWC Fliegeruhr Chronograph 3717. Dennoch besitzt die Junkers Uhr einen ganz eigenen Charme und Details, die sich vom großen Vorbild deutlich abheben. Als Uhrwerk kommt ein zuverlässiges Citizen / Miyota 6S00 Quarzuhrwerk zum Einsatz. Die Fliegeruhr ist 10 bar wasserdicht, verfügt über ein kratzfestes Saphirglas und ist in mehreren Varianten verfügbar. Das Unternehmen fertigt alle Uhren in Deutschland, daher darf es das Qualitätssiegel Made in Germany am Ziffernblatt tragen.
Junkers Cockpit Analog Quarz Flieger Uhr Chronograph Lederarmband Saphirglas blau 9.14.01.12
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Zum Angebot| Uhrwerk | Quarz, Miyota 6S00 |
|---|---|
| Gehäusedurchmesser | 42 mm |
| Gehäusehöhe | 13,4 mm |
| Wasserdichtigkeit | 10 bar |
Citizen Promaster Sky
Die japanische Uhrenmarke Citizen ist vor allem für Fliegeruhren mit innovativen Antriebssystemen bekannt. Die Citizen Eco-Drive Solar-Funkuhren aus Titan sind besonders beliebt. Hier stellen wir dir ein Modell aus der Promaster-Sky-Kollektion vor. Die Fliegeruhr hat einen Gehäusedurchmesser von 43,8 mm, besitzt ein Saphirglas und ist 20 bar wasserdicht. Besonders auffällig ist der Tachymeter, mit dem Flugzeiten und die Tankfüllung berechnet werden können. Weitere Funktionen sind Datumsanzeige, ewiger Kalender und Weltzeit.
Citizen Promaster Sky Pilot Titan Funkchronograph Herrenuhr AS4050-51E
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Zum Angebot| Uhrwerk | Eco-Drive Funk-Solar |
|---|---|
| Gehäusedurchmesser | 43,8 mm |
| Gehäusehöhe | 14 mm |
| Wasserdichtigkeit | 20 bar |
Hamilton Khaki Aviation X-Wind
Hamilton ist eine traditionsreiche amerikanische Uhrenmarke, die im Zweiten Weltkrieg Uhren für die US-Streitkräfte produzierte. In der Aviation-Kollektion finden sich sehr spezielle Fliegeruhren wie diese Hamilton Khaki Aviation X-Wind Day Date mit automatischem Uhrwerk. Mit einem Gehäusedurchmesser von 45 mm handelt es sich hier um eine echte Männeruhr von höchster Qualität. Dafür bietet die Fliegeruhr natürlich ein entspiegeltes Saphirglas und das typische Lederarmband mit Nieten.
Hamilton Herren-Automatikuhr X-Wind Auto Day-Date Braun/Blau H77765541
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Zum Angebot| Uhrwerk | Automatik |
|---|---|
| Gehäusedurchmesser | 45 mm |
| Gehäusehöhe | 13 mm |
| Wasserdichtigkeit | 10 bar |
Zenith Pilot Type 20
Zenith zählt zu den Pionieren der Fliegeruhr: Bereits 1909 trug Louis Blériot beim ersten Flug über den Ärmelkanal eine Zenith Montre d’Aéronef Type 20 am Handgelenk. Die moderne Pilot Type 20 führt dieses Erbe fort – mit übergroßer, geriffelter Zwiebelkrone, klar gegliedertem Ziffernblatt und robustem Uhrwerk. Sie ist eine Hommage an jene Uhr, die den historischen Flug von Calais nach Dover begleitete (mehr dazu weiter unten in der Geschichte der Fliegeruhren).
| Uhrwerk | Automatik |
|---|---|
| Gehäusedurchmesser | 45 mm |
| Wasserdichtigkeit | 10 bar |
Longines Lindbergh Hour Angle Watch
Nach seiner legendären Alleinüberquerung des Atlantiks 1927 entwickelte Charles Lindbergh gemeinsam mit Longines eine spezielle Navigationsuhr: die sogenannte Hour Angle Watch. Über eine drehbare Innenlünette und eine zusätzliche Minutenskala lässt sich der Stundenwinkel direkt ablesen – ein Instrument, das Piloten vor der Ära der Satellitennavigation bei der Standortbestimmung half. Die moderne Neuauflage übernimmt das markante Zifferblatt-Layout des Originals bis ins Detail.
| Uhrwerk | Automatik |
|---|---|
| Gehäusedurchmesser | 47,5 mm |
| Wasserdichtigkeit | 3 bar |
Laco Beobachtungsuhr
Die Laco Beobachtungsuhr ist eine Hommage an die berühmte B-Uhr der deutschen Luftwaffe. Laco war eine von nur fünf Manufakturen, die im Zweiten Weltkrieg diese Navigationsuhren für Bomber-Navigatoren fertigten. Kennzeichnend sind das große, klar gegliederte Ziffernblatt, die überdimensionale Zwiebelkrone für die Bedienung mit Handschuhen sowie der doppelt genietete Lederriemen, der lang genug ist, um die Uhr auch über der Fliegerjacke zu tragen.
Laco Fliegeruhr Original Heidelberg Made in Germany – 39mm Ø hochwertige Automatikuhr – Einzigartige Qualität. Herausragende Verarbeitung – Wasserdicht im zeitlosem Design – seit 1925
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Zum Angebot| Uhrwerk | Handaufzug |
|---|---|
| Wasserdichtigkeit | 5 bar |
Laco Augsburg 39
Mit der Augsburg 39 bietet Laco eine kompaktere, alltagstauglichere Variante der klassischen B-Uhr-Silhouette. Das reduzierte Ziffernblatt mit großen Zeigern und Minuterie sowie der 39-mm-Durchmesser machen sie zu einer Fliegeruhr, die sich näher an heutigen Tragegewohnheiten orientiert, ohne den historischen Charakter der Beobachtungsuhr zu verlieren.
Laco Fliegeruhr, Automatikuhr, Edelstahlgehäuse, Saphirglas, 5 bar, Made in Germany
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Zum Angebot| Gehäusedurchmesser | 39 mm |
|---|---|
| Wasserdichtigkeit | 5 bar |
Weitere Fliegeruhren-Marken im Vergleich
Fortis ist eine Schweizer Uhrenmarke, die sich mit Fliegeruhren und Weltraumuhren einen guten Ruf erarbeitet hat. 2017 geriet das Unternehmen in finanzielle Schwierigkeiten. Seitdem befindet sich Fortis in einem Restrukturierungsprozess. Die Fortis-Uhren sind daher gerade schwierig zu bekommen. Für Schnäppchenjäger bietet sich hier jedoch die Chance, eine hochwertige Fliegeruhr zu einem günstigen Preis zu erwerben.
Auch bei Messerschmitt finden sich klassische Fliegeruhren-Designs zu günstigeren Preisen:
Messerschmitt by Aristo Fliegeruhr ME109 - "75 Jahre Sondermodell" Ronda
Messerschmitt Fliegeruhr ME 108 108-42S
Messerschmitt Fliegeruhr Sondermodel Geschwindigkeitsrekord ME-209M Ronda Swiss Movement 5ATM mit Milanaise Armband
Geschichte der Fliegeruhren
Der Mythos der Fliegeruhren ist eng mit der Geschichte der Luftfahrt verbunden. Wir stellen dir hier die legendärsten Modelle vor, die auch einen guten Überblick über die Entwicklung der Pilotenuhren ermöglichen.
Cartier Santos: Die erste Fliegeruhr im Jahr 1906
Die Vorbilder für heutige Fliegeruhren sind unter anderem die Navigations-Beobachtungsuhren, mit welchen die deutsche Luftwaffe ihre Navigationsoffiziere im Zweiten Weltkrieg ausstattete. Die erste Fliegeruhr lässt sich jedoch bereits auf das Jahr 1906 zurückdatieren, als Cartier eine Armbanduhr für den brasilianischen Flugpionier Alberto Santos-Dumont fertigte.

Louis Cartier entwickelte für seinen Freund Alberto Santos-Dumont eine Uhr, die dieser bei all seinen Flugversuchen trug. Die Cartier Santos wurde somit 1906 zur ersten Fliegeruhr der Welt.
Die ersten Flüge für die Geschichtsbücher
Bereits kurz nachdem die Wright-Brüder und Alberto Santos mit ihren Fluggeräten die Machbarkeit der Luftfahrt aufzeigten, versuchten viele weitere waghalsige Piloten, immer größere Höhen und Weiten zu erreichen. So etwa Louis Blériot, dem es 1909 gelang, als erster Pilot den Ärmelkanal zu überwinden. Der extrem gefährliche Flug von Calais nach Dover, über 50 Kilometer offenes Wasser, dauerte etwa 40 Minuten. An seinem Handgelenk: eine Zenith Montre d’Aéronef Type 20 – die Vorgängerin der oben vorgestellten Pilot Type 20. Der ausgeschriebene Preis für den Flug über den Ärmelkanal betrug die damals beachtliche Summe von 1000 Pfund. Eine französische Zeitung hatte den Wettbewerb zuvor noch verunglimpft und erklärt, es gebe keine Chance, dass ein Pilot diese Strecke zurücklegen könne.
Ein weiterer Flug für die Geschichtsbücher gelang Charles Lindbergh 1927 mit seiner berühmten Non-Stop-Atlantiküberquerung. 33 Stunden und 30 Minuten nachdem er am Roosevelt Field in New York gestartet war, landete er sicher am Le Bourget Field in Paris. Für diese großartige Leistung erhielt Lindbergh den bereits 1919 ausgeschriebenen Orteig-Preis in Höhe von 25.000 US-Dollar. Viele Piloten hatten beim Versuch, den Preis zu erlangen, zuvor ihr Leben gelassen – vor allem die schwierige Navigation über den Atlantik ließ das Vorhaben fast ein Jahrzehnt lang als unmöglich erscheinen. Nach seinem Flug entwickelte Lindbergh deshalb gemeinsam mit Longines jene Navigationsuhr, die oben bereits vorgestellte „Hour Angle Watch”.
Die berühmte B-Uhr der deutschen Luftwaffe
Eine große Weiterentwicklung zum heutigen Design der Fliegeruhren fand während des Zweiten Weltkriegs in Deutschland statt. Das Reichsluftfahrtministerium war auf der Suche nach einem passenden Zeitmesser für seine Bomber-Navigatoren. Die ersten konzeptionellen Entwürfe von 1935 sahen zunächst eine Stundenwinkelanzeige wie bei der Lindbergh-Uhr vor. Diese Spezifikation wurde jedoch schließlich fallen gelassen, und es entstanden Standardkriterien, aus denen die berühmte Beobachtungsuhr (kurz B-Uhr) entstand – deren Erbe die oben vorgestellte Laco Beobachtungsuhr bis heute trägt.
Die B-Uhr war mit 55 mm sehr groß, sie verwendete eine Breguet-Spirale, und im Inneren musste das Uhrwerk von einem Eisenkern umgeben sein, was die B-Uhr antimagnetisch machte. Um Zeitabweichungen zu korrigieren, waren die Werke in der Lage, den zentralen Sekundenzeiger durch Ziehen an der Krone zu stoppen. Durch die überdimensionale Diamant- oder Zwiebelkrone konnte sie auch mit Handschuhen bedient werden. Ein doppelt genieteter Lederriemen hielt die B-Uhr an ihrem Platz – lang genug, um die Pilotenuhr auch über der Lederflugjacke tragen zu können.
Die fünf Hersteller der Beobachtungsuhren
Insgesamt fünf Hersteller wurden von der deutschen Luftwaffe für die Herstellung von B-Uhren beauftragt. Neben den deutschen Manufakturen A. Lange & Söhne, Laco, Stowa und Wempe findet sich auch ein Schweizer Unternehmen in dieser Liste: Die International Watch Company IWC fertigte B-Uhren in kleiner Stückzahl und lieferte diese nicht nur an die Luftwaffe, sondern auch an deren alliierte Gegner.
Eine moderne Weiterentwicklung der B-Uhr kann heute in der IWC Big Pilot erworben werden, die alle charakteristischen Merkmale der historischen deutschen Pilotenuhren enthält. Als günstigere Alternativen zur teuren Luxusuhr von IWC sind die B-Uhr-Hommagen von Laco (siehe oben) oder Stowa zu nennen.
Eine Revolution der Fliegeruhr durch die Breitling Navitimer
Ein weiteres sehr markantes Fliegeruhren-Design wurde 1952 von Breitling vorgestellt. Mit der charakteristischen Drehlünette mit Skalen für die Flugberechnung ist sie nicht nur sehr funktional, sondern heute auch eine der beliebtesten Pilotenuhren überhaupt. Auf dem Ziffernblatt des ursprünglichen Modells ist das Logo der amerikanischen Aircraft Owners and Pilots Association (AOPA) zu sehen.

Die Breitling Navitimer Ref. 806 in der Re-Edition. Eine Neuauflage der legendären Navitimer von 1959 mit dem AOPA-Logo. (Bild: Breitling)
Die ersten echten Fliegeruhren wurden also etwa in den 1930er-Jahren produziert. Dabei wurden diese Uhren schon damals nicht nur von Fliegern getragen, sondern gern auch von sportlichen Männern, die sowohl die Funktionalität als auch das Image der Uhr schätzten. Auch heute noch werben die Hersteller von Pilotenuhren mit der Sportlichkeit und Dynamik ihrer Träger.
