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Die besten französischen Uhrenmarken: Von Cartier bis Michel Herbelin

Französische Uhrenmarken haben eine lange Tradition. Vor allem Cartier gehört zu den angesehensten Manufakturen weltweit. Erfahre hier mehr über die Geschichte und die besten Modelle bekannter Uhrenmarken aus Frankreich.

Bevor die Schweizer Uhrenindustrie den Weltmarkt eroberte, galt Frankreich als Mekka der hohen Uhrmacherkunst. Doch mit der Auswandererwelle der Hugenotten suchte auch eine Vielzahl an talentierten Uhrmachern in Ländern wie die USA und der Schweiz ihr Glück. Davon profitierte vor allem die Schweiz, deren Uhrenindustrie danach ihren globalen Siegeszug antrat. Doch traditionsreiche Uhrenmanufakturen wie Breguet oder Cartier nahmen sich vor, die technische und kommerzielle Herausforderung anzunehmen und aus dem Schatten der Eidgenossen heraus zu treten. Paris, Charquermont und Besancon wurden zu Uhrmacherzentren, in denen zwar einige Hochkaräter unter den Uhrenherstellern nicht mehr ihren Hauptsitz haben, wo aber junge Uhrmacher mit neuen Trends den Uhrenmarkt bereichern.

Liste der beliebtesten Uhrenmarken aus Frankreich

Wir haben für euch eine Liste bekannter französischer Uhrenmarken in alphabetischer Reihenfolge zusammengestellt. Eine Rangliste der besten Uhren aus Frankreich würde ganz klar von Cartier angeführt. Doch die junge Uhrenmanufaktur Bell & Ross macht mit außergewönlichen Uhren Platz um Platz gut.

Bell & Ross

Gründung: 1992
Sitz: Paris, Frankreich
Gründer: Bruno Belamich Carlos A. Rosillo

Die Marke Bell & Ross mit Sitz in Paris gehört zu den jüngeren französischen Uhrenmarken. Im Jahr 1992 schlossen sich Designer und Fachleute für Bordinstrumente von Flugzeugen zusammen. Es sollten Uhren für den professionellen Einsatz beispielsweise von Astronauten, Piloten und Tauchern entworfen werden. Das Design von Bell & Ross-Uhren erinnert daher stark an Cockpitarmaturen. Die vier arabischen Ziffern in Übergröße sind das Markenzeichen von Bell & Ross. Diese Orientierungspunkte auf dem Ziffernblatt ermöglichen eine optimale Ablesbarkeit. Die schlichten Farben und Formen sollen Beharrlichkeit ausdrücken. Die Lifestyle-Uhren von Bell & Ross besitzt eine hohen Qualitätsanspruch und erobert damit ein Segment, in dem bislang vor allem Panerai das Sagen hatte.

Breguet

Gründung: 1775
Sitz: L’Abbaye, Schweiz (zuvor Paris, Frankreich)
Gründer: Abraham Louis Breguet

Breguet gehört bis heute zu den bekanntesten französischen Uhrenherstellern, obwohl der Hauptsitz mittlerweile im Schweizer L’Abbaye liegt. Bereits mit 15 Jahren erlernte Uhrmacherlegende Abraham Louis Breguet in Neuchâtel und Versailles das Uhrmacherhandwerk und eröffnete später in Quai de l’Horloge sein erstes Atelier. Über mehrere Jahrzehnte entwickelte er Stilelemente und prägte Begriffe, die noch heute zu den Standards der Uhrmacherkunst gehören, wie die Breguet-Ziffern oder den Breguet-Zeiger. Abraham Louis Breguet erschuf die erste Armbanduhr der Welt im Auftrag von Caroline Murat, der jüngeren Schwester von Kaiser Napoleon Bonaparte und Taschenuhren für die gesamte Kaiserfamilie inklusive Napoleon höchstpersönlich. Das Breguet Museum am Place Vendôme im 1. Pariser Arrondissement kann die faszinierende Geschichte der weltbekannten Uhrenmarke bestaunt werden.

Cartier

Gründung: 1847
Sitz: Paris, Frankreich
Gründer: Louis-Francois Cartier

Cartier ist einer der international bekanntesten Uhren- und Schmuckhersteller und hat seit dem Gründungsjahr 1847 seinen Firmensitz in Paris. Die Uhrenmodelle Tank, Santos, Ballon Bleu und Pasha erlangten Weltruhm. Mit der Santos präsentierte Cartier nicht nur die ersten Fliegeruhr der Welt, mit ihr begann auch die Kommerzialisierung der Armbanduhr. Diese war vor Beginn des 20. Jahrhunderts noch ein schickes Accessoire für finanzkräftige Damen. Mit der Santos fanden schließlich auch die Herren gefallen an dem modischen und gleichzeitig praktischen Begleitern, womit die Taschenuhr allmählich abgelöst wurde. Unter den berühmten Cartier-Trägern finden sich absolute Legenden wie Andy Warhol, Cary Grant, Grace Kelly und Greta Garbo. Heute gelten Cartier Uhren alleine schon wegen ihrer Designs als elitär.

Pequignet

Gründung: 1973
Sitz: Morteau, Frankreich
Gründer: Emile Pequignet

Während der Quarzkrise in den 1970er Jahren hatten es französische Uhrenhersteller schwer – nur wenige Uhrenmanufakturen überlebten. Dennoch brachte Emile Pequignet 1973 in Morteau den Mut auf, eine neue Manufaktur ins Leben zu rufen. 31 Jahre später übernahm Didier Leibundgut das Unternehmen. Mit hochwertig gefertigten Uhren in moderner Optik, formte er eine weltweit anerkannte Marke. Hierfür wurde er bereits fünf Mal mit dem Goldenen Ziffernblatt ausgezeichnet.

Michel Herbelin

Gründung: 1947
Sitz: Charquemont, Frankreich
Gründer: Michel Herbelin

Die Marke Michel Herbelin mit Sitz in Charquemont wurde im Jahr 1947 gegründet. In den 1980er Jahren erlangte das Modell Newport Yachtclub mit seinen stegförmigen Bandanstößen Weltruhm.

Andere Modelle erinnern optisch an Designklassiker wie Tank oder Santos von Cartier. Michel Herbelin Uhren sind aus hochwertigen Materialien hergestellt und dennoch zu attraktiven Preisen erhältlich. Auf einigen Damenuhren funkeln Brillanten, was in dieser Preisklasse eher ungewöhnlich ist.

Die besten Michel Herbelin Herrenuhren:

Die besten Michel Herbelin Damenuhren:

Weitere bekannte Uhrmacher und Uhrenmarken aus Frankreich sind Alain Silberstein, Antide Janvier, Dodane und L. Leroy.

Schweizer Uhrenmarken mit Wurzeln in Frankreich

Das Beispiel Breguet zeigt, dass viele französische Uhrenmarken und Uhrenmacher ihre Unternehmungen in die Schweiz verlegen, da sich hier einige Standortvorteile bieten. Deshalb listen wir an dieser Stelle auch Schweizer Uhrenmarken auf, deren Wurzeln in Frankreich liegen.

Jaeger-LeCoultre

Gründung: 1833
Sitz: Le Sentier, Schweiz
Gründer: Charles-Antoine und François-Ulysse LeCoultre

Der Pariser Uhrmacher Edmond Jaeger fertigte für LeCoultre & Cie aus Rohwerken die weltweit flachsten Taschenuhren. Die Kooperation dieser beiden Firmen war so erfolgreich, dass aus ihr das Unternehmen Jaeger-LeCoultre hervorging. Obwohl die in diesem Zusammenschluss entstandene Uhrenmanufaktur ihren Sitz in der Schweiz hat, darf der Verdienst der französischen Beteiligung nicht unterschätzt werden. Viele Patente und Entwicklungen, die heute noch Relevant für den Erfolg der Marke sind, lassen sich auf Edmond Jaeger zurückführen.

Ferdinand Berthoud

Gründung: 1753 / 2013
Sitz: Fleurier, Schweiz
Gründer: Ferdinand Berthoud / Karl-Friedrich Scheufele

Die Marke Ferdinand Berthoud ist ein Ableger des bekannten Uhren- und Schmuckherstellers Chopard und benannt nach dem in der Schweiz geborenen Uhrmacher Ferdinand Berthoud. Dieser wanderte in jungen Jahren nach Paris aus und wurde zum Hoflieferant der französischen Könige Ludwig XV. und Ludwig XVI. Chopard-CEO Karl-Friedrich Scheufele erwarb im Jahr 2006 die Namensrechte und gründete 2013 die Chronométrie Ferdinand Berthoud in Fleurier. Besonderheiten dieser Marke sind die ungewöhnliche Gehäuseform und das auffällige Ziffernblattdesign. Wie zum Beispiel bei folgendem Modell mit einer Stunden- und Minutenzeigerform, basierend auf einem von Ferdinand Berthoud favorisierten Entwurf.

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