Drei Fragen entscheiden beim Uhrenkauf über fast alles andere: Quarz oder Mechanik, Dressuhr oder Sportuhr, und wie viel Uhr das eigene Handgelenk verträgt. Wer sie vorab für sich beantwortet, schrumpft ein unübersichtliches Angebot auf eine Handvoll Modelle zusammen und trifft die Auswahl danach in Ruhe statt im Laden unter Zeitdruck.
Wer genug Zeit und Geld hat, lässt sich vom Fachmann beraten und kauft seine Uhr beim Juwelier. Aber nicht für jeden ist die persönliche Beratung und der Aufpreis, den man dafür zahlt, die beste Wahl. Auch online lässt sich eine Uhr gut auswählen, vorausgesetzt man weiß, worauf zu achten ist.
Genau dabei hilft diese Seite: erst die Technik, dann die Bauform, dann die Kaufkriterien. Konkrete Modelle nach Preis und Stil sortiert stehen bei den besten Herrenuhren und den besten Damenuhren. Wer zuerst wissen möchte, welche Hersteller im jeweiligen Budget überhaupt in Frage kommen, findet die Antwort bei den guten Uhrenmarken.
Vorteile beim Kauf von Uhren im Internet
Der Uhrenkauf im Internet hat handfeste Vorteile. Man muss sich keine Zeit für den Weg ins Uhrengeschäft nehmen, findet zu jeder Uhr ausführliche Beschreibungen und Bewertungen und kann Modelle nebeneinanderlegen, die kein einzelnes Ladengeschäft gleichzeitig führt. Vor allem aber lässt sich in Ruhe vergleichen. Preis, Werk, Gehäusegröße und Wasserdichtigkeit stehen bei jedem Modell schwarz auf weiß da.
Beim Preis lohnt der Blick auf beide Seiten: Online sind Uhren häufig günstiger als im Ladengeschäft, weil Grauhändler ohne Vertragsbindung kalkulieren und Onlineshops geringere Fixkosten haben. Dafür entfallen die Anprobe, das Einkürzen des Armbands und der Ansprechpartner vor Ort. Wer ein bestimmtes Modell im Blick hat, fährt online meist besser. Wer noch schwankt, sollte die Uhr einmal am Handgelenk gesehen haben.
Auch Luxusuhren sind bei Grauhändlern im Internet wesentlich günstiger zu erwerben, als beim Juwelier, der viele hochbezahlte Angestellte und ein Geschäftslokal in teuren Gegenden zu unterhalten hat:
So funktioniert die Online-Kaufberatung für Uhren
Wir treffen eine sorgfältige Vorauswahl der interessantesten neuen Uhrenmodelle zu unterschiedlichsten Uhrenmarken und Uhrentypen und stellen dann die wichtigsten Daten zusammen: Informationen wie Uhrenstil, Funktionalität, Technik, Farbenvarianten und suchen auch noch nach den besten Preisen. Wir versuchen über Vorteile und Nachteile (zum Beispiel von Uhrwerken und Materialen) aufzuklären. Außerdem erklären wir in unserer Stilberatung, welche Uhr zu welchem Outfit passt. Damit liefern wir ausführliche Erstberatung und sind eine tolle Inspirationsquelle. So ist genug Zeit, sich näher zu informieren und zu überlegen, ob die Uhr passt, oder vielleicht doch nicht.
Wir beraten auch über die Gefahren beim Online-Kauf. Es gibt Anbieter, die auf den ersten Blick unschlagbare Preise aufrufen und dann nie liefern. Drei Dinge schützen davor zuverlässiger als jedes Bauchgefühl: ein Impressum mit ladungsfähiger Anschrift, eine Zahlungsart mit Käuferschutz und ein klar benanntes Widerrufsrecht von mindestens 14 Tagen. Fehlt eines davon, ist der Preis egal. Unsere Produktempfehlungen verlinken auf Amazon, dort sind Rückgabe und Käuferschutz geregelt, und wir sehen tagesaktuell, ob ein Modell überhaupt noch lieferbar ist.
Uhren kaufen: So findest du die passende Armbanduhr
Eigentlich soll eine Uhr nur die aktuelle Zeit anzeigen, doch für die meisten Menschen sind Uhren nicht nur Instrumente zur Zeitanzeige, sondern zugleich modische Accessoires, Ausdruck eines bestimmten Lebensstiles, Statussymbole oder auch Sammlerobjekte. Dementsprechend groß und vielfältig ist das Angebot. Das macht den Kauf einer Uhr zu einer ziemlich komplexen Angelegenheit, sofern man nicht schon von vornherein ein bestimmtes Modell im Blick hat. Vor einem Uhrenkauf ist es daher hilfreich, sich erst einmal einen Überblick über die unterschiedlichen Arten von Uhren zu verschaffen und einige Kriterien zu betrachten, die bei der Kaufentscheidung eine Rolle spielen können.
Uhrwerk und Antrieb der Uhr unterscheiden
Eines der wichtigsten Unterscheidungskriterien für Uhren ist die Art des Uhrwerks und des Antriebs beziehungsweise der verwendeten Energiequelle. Erfahre mehr, indem du auf die Überschriften klickst:
Mechanische Uhren
Die historisch älteste Variante sind, abgesehen von Sonnenuhren, mechanische Uhren. Sie müssen regelmäßig aufgezogen werden, was bei Armbanduhren entweder von Hand oder automatisch geschehen kann. Hochwertige, besonders präzise arbeitende Uhren mit mechanischem Werk genießen unter Uhrenkennern ein besonders hohes Prestige. Das hängt in erster Linie damit zusammen, dass ihre Herstellung besonderes Knowhow erfordert, vor allem, wenn die Uhrwerke mit sogenannten Komplikationen ausgestattet sind, etwa einer Wecker- oder einer Kalenderfunktion.
Quarzuhren
In dem Bestreben, immer präzisere Uhren zu fertigen, wurden im Laufe des 20. Jahrhunderts Quarzuhren entwickelt, die einen sogenannten Schwingquarz als Taktgeber nutzen und bei denen es sich entweder um vollelektronische oder elektromechanische Konstruktionen handelt. Die ersten Quarz-Armbanduhren in den 1960er-Jahren waren noch sehr teuer und wurden nur von wenigen Luxusuhrenherstellern angeboten. Doch bereits wenige Jahre später kehrte sich die Situation um, als es möglich wurde, Quarzuhren in immer größeren Stückzahlen und zu sehr günstigen Preisen zu produzieren und sich die Nachfrage von Uhrenkäufern immer stärker auf dieses Segment fokussierte. In der Folge gerieten zahlreiche traditionsreiche Hersteller mechanischer Uhren in wirtschaftliche Schwierigkeiten, und erst in den späteren 1980er- und frühen 1990er-Jahren begannen sich Uhrenliebhaber wieder stärker für mechanische Uhren zu interessieren. Heute werden mechanische Uhren vor allem im Luxusuhrensegment sehr geschätzt, und renommierte Hersteller lancieren Jahr für Jahr neue Modelle mit Hand- oder Automatikaufzug.
Uhren mit Kinetik- oder Solarantrieb
Auch bei den elektronischen Uhren gab es im Laufe der Jahre eine Reihe von Weiterentwicklungen. Bezogen sie die nötige elektrische Energie anfangs ausschließlich aus Batterien, die von Zeit zu Zeit gewechselt werden mussten, so gibt es inzwischen bereits zahlreiche Quarzuhren mit Kinetik- oder Solarantrieb, die ohne Batterien auskommen.
Quarz oder Mechanik: was ist besser?
Jetzt gibt es diverse Uhrentechnologien, doch welche ist nun die bessere? Sollte man sich eher für eine Quarzuhr oder ein Modell mit mechanischem Uhrwerk entscheiden?
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Was für Quarzuhren spricht
Wer seine Uhr wirklich nur als Zeitanzeiger verwenden will und Wert auf höchste Genauigkeit legt, wird mit einer Quarzuhr bestens bedient. Denn selbst die präzisesten mechanischen Uhren erreichen nicht die Ganggenauigkeit, die schon bei preisgünstigen Quarzuhren absoluter Standard ist.
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Was für mechanische Uhren spricht
Wer sich beim Uhrenkauf dagegen von der Faszination für die filigranen mechanischen Meisterwerke und für die dahinter stehende Handwerkskunst leiten lässt, wird wohl zwangsläufig zu einem mechanischen Modell greifen. Schon das gleichmäßige Kreisen des Sekundenzeigers ist in den Augen von Mechanik-Fans ein Qualitätsmerkmal, das mit dem für Quarzuhren charakteristischen Vorwärtsrücken in Sekundenschritten nicht zu vergleichen ist.
In diesem Zusammenhang sei nur am Rande erwähnt, dass zwar nahezu jede Armbanduhr mit digitaler Anzeige eine Quarzuhr ist, aber durchaus nicht jede analoge Uhr von einem mechanischen Werk angetrieben wird. Vielmehr ist es zweifellos ein weiterer Vorteil der elektronischen Uhrentechnologie neben der hohen Präzision, dass sie sich sowohl für analoge als auch für digitale Anzeigen eignet. Außerdem lassen sich damit auch Uhren mit verschiedenen Komplikationen herstellen, die bei mechanischer Bauweise wesentlich teurer als eine einfache Drei-Zeiger-Uhr wären.
Auch Luxusmarken setzen auf Quarzuhren
Generell werden auch zahlreiche Luxusuhren renommierter Hersteller mit Quarzwerken ausgestattet, wobei deren Anteil bei Damenuhren höher ist als bei Herrenuhren. Die Entscheidung zwischen Quarztechnologie oder mechanischer Bauweise bleibt somit letztlich in gewisser Weise eine Bauchentscheidung, die von den meisten Uhrenkäufern nicht ganz rational getroffen wird.
Wichtig ist, dass du mit deiner Entscheidung zufrieden bist und diejenige Uhr wählst, an der du lange Freude hast. Wer eine mechanische Uhr bevorzugt und dennoch eine möglichst hohe Genauigkeit erwartet, sollte sich für ein als Chronometer zertifiziertes Modell entscheiden. Entsprechende Zertifikate werden vor allem von der Contrôle Officiel Suisse des Chronomètres (COSC) ausgestellt.
Die richtige Uhr zum richtigen Anlass
Neben dem Antrieb und der Technologie spielt natürlich auch die Optik eine entscheidende Rolle beim Uhrenkauf. So lassen sich bei Armbanduhren beispielsweise Dresswatches, Sportuhren, Fliegeruhren und Taucheruhren unterscheiden, und jeder dieser Uhrentypen wurde ursprünglich für einen bestimmten Zweck entwickelt.
Dresswatches
Dresswatches sind der Inbegriff einer eleganten Uhr, die zum Anzug oder zum Abendkleid getragen wird und sich meist durch klassische Designs und besonders hochwertige Materialien auszeichnet.
Ein weiteres Merkmal ist die relativ flache Bauweise des Gehäuses. Sie sorgt dafür, dass die Manschette des Hemdsärmels leicht über die Uhr hinweggleiten kann. Um eine geringe Gehäusehöhe zu erreichen, wird bei Dresswatches meist auf aufwendige Komplikationen verzichtet. Häufig handelt es sich “nur” um Zwei- oder Drei-Zeiger-Uhren, die allenfalls noch mit einer Datumsanzeige ausgestattet sind. Stoppfunktionen oder eine besonders hohe Wasserdichtigkeit sind dagegen eher bei sportlichen Uhren anzutreffen.
Sportuhren
Als Sportuhren gelten im Unterschied zu Dresswatches solche Modelle, bei denen größerer Wert auf eine robuste Bauweise, Wasserdichtigkeit und meist auch auf zusätzliche Funktionen wie das Stoppen von Zeiten gelegt wird. Gemeint sind damit klassische Uhren. Fitnessuhren mit GPS und Pulsmessung bilden eine eigene Gattung.
Während eine Dresswatch nicht nur zur Abendgarderobe passt, sondern auch als stilvolle Ergänzung zu einem formellen Bürooutfit fungiert, sollten sportlichere Uhren eher der Freizeit vorbehalten bleiben. Wie streng diese Regel in der Praxis gehandhabt wird, variiert allerdings von Branche zu Branche. Dabei gilt als Faustregel, dass die Uhr zur Garderobe passen sollte. Wo auch im Beruf legere, sportliche Kleidung getragen werden darf und weniger Wert auf formelle Garderobe gelegt wird, ist auch das Tragen einer sportlichen Uhr kein Fauxpas. Umgekehrt kann eine Fliegeruhr mit besonders großem Zifferblattdurchmesser oder eine Taucheruhr mit einem allzu hohen, massiven Gehäuse nicht nur zur Abendgarderobe, sondern auch zum formellen Bürooutfit deplatziert wirken.
Chronographen
Modelle mit einer Stoppfunktion werden auch als Chronographen bezeichnet und erfreuen sich insbesondere im Herrensegment großer Beliebtheit.
Sie sind meist schon auf den ersten Blick an den zusätzlichen kleinen Hilfszifferblättern und den neben der Krone angebrachten Drückern für die Stoppfunktion zu erkennen. Vom Motorsport inspirierte Chronographen besitzen zudem meist eine Tachymeterskala, die sich entweder am äußeren Rand des Zifferblattes oder auf der Lünette befindet und das Messen von Geschwindigkeiten ermöglicht.
Fliegeruhren
Ähnlich wie Chronographen werden auch Taucher- und Fliegeruhren gern als Ausdruck eines sportlich-aktiven Lebensstils getragen, selbst wenn ihre Träger weder einen Pilotenschein besitzen noch aktive Taucher sind.
Aufgrund der ursprünglichen Verwendungszwecke dieser Uhren besitzen sie allerdings einige Eigenschaften, die sich bei anderen Gelegenheiten ebenfalls bestens bewähren. Fliegeruhren sind vor allem so konzipiert, dass sie selbst unter ungünstigen Lichtverhältnissen leicht abgelesen werden können. Deshalb sind ihre Zifferblätter meist relativ groß und besonders kontrastreich gestaltet. Ihre Kronen und gegebenenfalls vorhandene Drücker sind größer dimensioniert als bei anderen Uhren, sodass sie sich bei Bedarf auch mit Handschuhen bedienen lassen.
Taucheruhren
Bei Taucheruhren steht dagegen neben der guten Ablesbarkeit vor allem eine hohe Wasserdichtigkeit im Vordergrund. Die Norm ISO 6425 verlangt von einer echten Taucheruhr mindestens 100 Meter, also 10 Bar. Dazu kommen Ablesbarkeit im Dunkeln aus 25 Zentimetern Abstand, eine einseitig drehbare Lünette und eine Kontrolle jedes einzelnen Exemplars. In der Praxis liegen die meisten Modelle darüber: 20 Bar beziehungsweise 200 Meter sind der übliche Wert, professionelle Uhren halten 30 Bar und mehr aus. Was die Angaben in Bar, ATM und Metern tatsächlich bedeuten, steht im Ratgeber zu wasserdichten Uhren und ihren Normen.
Des Weiteren besitzen Taucheruhren eine drehbare Lünette zum Einstellen und Ablesen von Tauchzeiten, die zugleich ihr charakteristisches äußeres Erkennungsmerkmal ist. Aus Sicherheitsgründen darf sich die Lünette nur in einer Richtung drehen lassen. Zudem ist ihr Rand meist gezahnt, sodass sie auch mit nassen Händen oder Taucherhandschuhen problemlos eingestellt werden kann. Selbst wer nicht taucht, weiß die Qualitäten einer solchen Uhr zu schätzen. Sie darf auch beim Schwimmen oder Duschen am Arm bleiben und ist zudem eine unempfindliche und zuverlässige Begleiterin bei diversen anderen Sport- und Outdoor-Aktivitäten.
Aus Leidenschaft zur Zweituhr
Wenn du dir mit all diesem Hintergrundwissen trotzdem nicht ganz sicher bist, welche Uhr für dich die richtige ist, dann machst du gerade dieselbe Erfahrung wie schon viele andere Uhrenliebhaberinnen und -liebhaber vor dir: Es ist schier unmöglich, sich für eine einzige Uhr zu entscheiden, und früher oder später wird deinem ersten Uhrenmodell wohl mindestens noch ein zweites folgen. Informiere dich am besten hier, wenn du eine Uhrensammlung starten möchtest.






















