Gigandet ist eine alte Schweizer Uhrenmarke, die wiederbelebt wurde und heute neben Uhren im Design der Rolex Daytona und Submariner auch spannende eigene Modelle fertigt. Wir stellen dir hier die Geschichte des Unternehmens näher vor und zeigen dir die besten Gigandet Uhren.
Die Uhrenmarke lässt sich auf Charles Gigandet zurückführen, der 1959 eine Uhrenfabrik in der Schweiz gründete. Nach einer Insolvenz wurde die Marke 2011 wieder eingetragen. Heute begeistert Gigandet vor allem mit den Kollektionen Sea Ground und Ocean King, also Taucheruhren im klassischen Rolex-Design.
Die besten Gigandet Uhren Angebote
Im freien Handel sind die Sea Ground und die Ocean King am zuverlässigsten verfügbar. Die folgende Auswahl zeigt lieferbare Referenzen aus mehreren Preis- und Modellstufen. Ältere Chronographen tauchen zwar noch in Suchergebnissen auf, sind aber oft seit Jahren nicht mehr lieferbar.
Unsere Empfehlung: Die Sea Ground 300 Basic ist die vernünftigste Alltagsuhr, die Ocean King die eigenständigere Sportuhr und die World Trip GMT die technisch spannendere Reiseuhr. Die ältere G2 bleibt interessant, wenn sie deutlich günstiger angeboten wird.
Die aktuellen Gigandet Kollektionen
Das aktuelle Gigandet-Programm reicht von kompakten Vintage-Modellen über klassische Taucheruhren bis zu GMT-Uhren mit Schweizer Werk. Das macht innerhalb der Kollektionen einen großen Unterschied beim Preis der Modelle, die sich auf den ersten Blick optisch völlig ähneln. Daher lohnt sich ein zweiter Blick auf die Produktdaten. Welche Gigandet ihr Geld wert ist, hängt vor allem von Werk, Ausstattung und Modellreihe ab.
Gigandet Sea Ground
Die Sea Ground ist das Volumenmodell. Die ältere G2 mit 43 Millimetern, NH35 und saphirbeschichtetem Mineralglas steht im Handel neben der aktuellen Sea Ground 300 mit echtem Saphirglas und Montage in Würzburg.
Gigandet Herren Uhr Automatik SEA Ground 300 Saphirglas Analog - Made in Germany - Edelstahlarmband - G300-001M
Gigandet Herrenuhr Automatik Analog mit Edelstahlarmband Sea Ground G2-002
Gigandet Herren-Automatikuhr Sea Ground 300 Ceramic Date - Made in Germany - Keramiklünette - Saphirglas - Swiss Super Luminova - Edelstahl - 300m/30bar wasserdicht - Grün/Schwarz - G300-020M-C
Im aktuellen Direktprogramm gibt es drei Stufen. Die Sea Ground 100 misst je nach Referenz 39 oder 40 Millimeter und ist mit 10 bar die alltagstaugliche Vintage-Variante. Die Sea Ground 300 bleibt bei 43 Millimetern und 30 bar. Die Sea Ground 3000 ist mit 40 Millimetern kompakter, nutzt Keramik und höher positionierte Werke und kostet entsprechend mehr.
Alle technischen Unterschiede, die Frage nach DIN 8310 und unsere konkrete Kaufempfehlung behandeln wir in einem eigenen Test.
Gigandet Ocean King
Die Ocean King ist die bessere Wahl für Käufer, denen die Sea Ground zu nah an der Submariner liegt. Sie bleibt eine kräftige Sportuhr, arbeitet aber mit einem eigenständigeren Zifferblatt und breiten, blockartigen Indizes. Die am Markt verfügbaren G404-Modelle verbinden Automatik, Stahlband und Saphirglas mit einer maritimen Gestaltung.
Gigandet Herren-Automatikuhr Ocean King - Made in Germany - Saphirglas - Swiss Super Luminova - Edelstahl - 300m/30bar wasserdicht - G404-001M
Gigandet Herren-Automatikuhr Ocean King - Made in Germany - Saphirglas - Swiss Super Luminova - Edelstahl - 300m/30bar wasserdicht - G404-003M
Sie eignet sich vor allem als markante Alltagsuhr. Wer eine möglichst unauffällige Uhr fürs Büro sucht, ist mit der kleineren Sea Ground 100 oder der Evermatic besser beraten.
Gigandet World Trip GMT
Die World Trip GMT zeigt mehrere Zeitzonen und richtet sich damit an Reisende. Sie sitzt mit eigenem Gehäuse, GMT-Komplikation und Schweizer Werk deutlich über der Sea Ground. Im offiziellen Programm gibt es Ausführungen mit Aluminium- oder Keramiklünette.
Gigandet Herren-Automatikuhr World Trip GMT - Made in Germany - Swiss Made Automatikuhrwerk SW330-2 - Keramiklünette Saphirglas Super Luminova - Verschraubtes Edelstahlarmband 300m/30bar G1000-009M-C
- GMT-Anzeige für zusätzliche Zeitzone
- 43 mm Gehäusedurchmesser
- Keramiklünette bei der Referenz G1000-009M-C
- Montage und Endkontrolle in Würzburg
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Zum AngebotDie World Trip GMT lohnt sich nur, wenn die zusätzliche Zeitzone wirklich genutzt wird. Für eine reine Dreizeigeruhr ist die Sea Ground 300 günstiger und leichter zu warten.
Evermatic, Sportsmatic 2000 und Red Baron
Die Evermatic interpretiert klassische Gigandet-Modelle in 39 Millimetern neu. Aktuelle Referenzen arbeiten mit dem Schweizer Sellita SW200-1. Das ist technisch die interessanteste Wahl für alle, die eine kompakte deutsche Uhr mit vertrautem Schweizer Standardkaliber suchen.
Die Sportsmatic 2000 und Sea Ground 3000 bilden die sportliche Oberstufe. Beide messen 40 Millimeter, setzen auf Saphirglas und Keramik und liegen preislich klar über der G300. Hier sollte der Käufer genau prüfen, welches Werk in der gewählten Referenz steckt und ob die kleinere Bauform den Aufpreis wert ist.
Die Red Baron ist weiterhin der Name für Gigandets Fliegeruhren, hat mit den alten G8-Modellen aber technisch wenig gemein. Die aktuellen 39-Millimeter-Ausführungen nutzen gewölbtes Saphirglas und reichen bis zu GMT-Modellen. Das historische Fliegeruhrenthema bleibt, Format und Positionierung sind deutlich erwachsener geworden.
Unsere Gigandet Uhren Empfehlungen
- Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis, Sea Ground 300 Basic: Saphirglas, 30 bar, NH35 und deutsche Endkontrolle.
- Günstigster Einstieg, Sea Ground G2: bewährtes NH35, aber nur beschichtetes Mineralglas.
- Für kompakte Handgelenke, Sea Ground 100: 39 bis 40 Millimeter statt 43 Millimeter.
- Eigenständige Sportuhr, Ocean King: weniger offensichtliche Designanleihen als bei der Sea Ground.
- Reiseuhr, World Trip GMT: zusätzliche Zeitzone und eigenständige Anzeige.
- Schweizer Standardwerk, Evermatic: Sellita SW200-1 in einem klassischen 39-Millimeter-Gehäuse.
Der Aufpreis der höheren Reihen bezahlt kleinere Gehäuse, zusätzliche Zeitzonen oder Schweizer Werke. Wer diese Merkmale nicht braucht, bekommt mit der Sea Ground 300 den vernünftigeren Gegenwert.
Wie gut sind Gigandet Uhren?
Gigandet sitzt in einer interessanten Mitte. Die Marke ist kleiner als Citizen, Seiko oder Tissot, legt aber mehr offen als viele reine Handelsmarken. Kaliber, Glas, Stahl und Wasserdichtigkeit lassen sich bei den aktuellen Modellen konkret nachprüfen. Dazu kommt eine eigene Uhrmacherwerkstatt in Würzburg für Regulierung, Prüfung und Service.
Uhrwerke: bekannte Großserie statt Geheimkaliber
In der günstigeren und mittleren Klasse nutzt Gigandet japanische Automatikwerke. Das Seiko/TMI NH35 und das Miyota 8215 sind millionenfach gebaut, robust und für unabhängige Uhrmacher kein Rätsel. Rund 40 Stunden Gangreserve sind heute durchschnittlich, aber alltagstauglich. Der Vorteil liegt in verfügbaren Teilen und kalkulierbaren Reparaturen.
Höher positionierte Reihen greifen auf Schweizer Kaliber zurück. Das Sellita SW200-1 der Evermatic ist die verbreitete Alternative zum ETA 2824-2. Soprod liefert unter anderem Werke für kompliziertere Modelle. Diese Kaliber rechtfertigen einen höheren Preis, solange Gehäuse, Glas und Verarbeitung mitziehen.
Die häufig wiederholte Faustregel „Gigandet Automatik gleich Seiko, Quarz gleich Miyota“ stimmt heute nicht mehr. Entscheidend ist die Referenz. Sogar innerhalb der Sea Ground 300 können NH35 und Miyota 8215 nebeneinander vorkommen.
Gehäuse, Glas und Wasserdichtigkeit
316L-Edelstahl ist bei den aktuellen Reihen der Standard. Saphirglas gehört ebenfalls zu den meisten neuen Made-in-Germany-Modellen. Die ältere G2 fällt mit ihrem saphirbeschichteten Mineralglas ab, ist aber entsprechend günstiger.
Bei der Wasserdichtigkeit reicht das Programm von 10 bar bei der Sea Ground 100 bis 30 bar bei der Sea Ground 300. Gigandet gibt an, jede Uhr einzeln nach den Anforderungen der DIN 8310 zu prüfen. Eine Taucheruhrenzertifizierung nach DIN 8306 oder ISO 6425 weist der Hersteller für die Sea Ground 300 nicht aus.
Service und Wiederverkaufswert
Die eigene Werkstatt ist ein echter Vorteil gegenüber anonymen Marktplatzmarken. Gigandet bietet Reparaturen, Revisionen und bei ausgewählten älteren Modellen sogar Modernisierungen wie den Tausch von G2-Mineralglas gegen Saphirglas an. Ein verbreitetes Standardwerk lässt sich zudem außerhalb des Herstellers warten.
Beim Wiederverkauf ist Zurückhaltung angebracht. Aktuelle Gigandet Uhren entstehen als Serienmodelle und haben einen kleineren Gebrauchtmarkt als Seiko, Longines oder Tudor. Kaufe sie zum Tragen, nicht als Wertanlage. Historische Charles-Gigandet-Chronographen sind ein anderes Sammelgebiet und müssen einzeln beurteilt werden.
Wo werden Gigandet Uhren hergestellt?
Der Firmensitz der MTR24 GmbH liegt in Estenfeld bei Würzburg. Als Geschäftsführer nennt das Impressum Hans Meeder und Christian Schmitt. Entwicklung, Montage, Feinregulierung, Qualitätskontrolle und Service bündelt Gigandet nach eigenen Angaben am Standort Würzburg. Seit 2019 tragen die entsprechenden Kollektionen Made in Germany.
Das bedeutet nicht, dass jedes Bauteil aus Deutschland stammt. Die Werke kommen von Seiko/TMI, Miyota, Sellita oder Soprod. Auch Gehäuse, Gläser und Bänder sind keine vollständig dokumentierte deutsche Eigenfertigung. Der nachvollziehbare deutsche Anteil liegt in der Zusammenstellung, Regulierung und Endkontrolle. Genau so sollte das Label gelesen werden.
Gigandet als „Schweizer Hersteller“ zu bezeichnen, wäre für die heutigen Uhren deshalb falsch. Richtig ist: Gigandet ist heute eine deutsche Uhrenmarke mit Schweizer Markengeschichte und internationalen Komponenten.
Über Gigandet
Hinter dem heutigen Markennamen stehen die historische Schweizer Charles Gigandet SA und die deutsche MTR24 GmbH, die Gigandet seit der Wiederbelebung führt.
| Gründung | 1959 in Tramelan, Schweiz |
| Heutiger Sitz | Estenfeld, Deutschland |
| Gründer | Charles Gigandet |
| Markeninhaber | MTR24 GmbH |
Die Geschichte von Gigandet
Die historische Linie beginnt vor der offiziellen Firmengründung. Charles Gigandet betrieb laut Schweizer Registerdaten bereits 1936 ein Uhrengeschäft in Tramelan. Die Marke Gigandet wurde 1956 eingetragen, die Fabrique d’Horlogerie Charles Gigandet SA folgte 1959.
Tramelan liegt im Berner Jura und gehörte zu den wichtigen Zentren der Schweizer Uhrenindustrie. Gigandet fertigte vor allem mechanische Uhren und Chronographen und verkaufte einen Teil über den US-Partner Wakmann. Vintage-Modelle mit Valjoux-Werken sind heute die interessantesten Zeugnisse dieser Phase.
Victorinox und die Familie Muller
1989 übernahm Jean-François Muller die Leitung der Charles Gigandet SA. Drei Jahre später gewann das Unternehmen mit der Victorinox-Gruppe einen bedeutenden Kunden. Auch Sébastien Muller und seine Frau Christiane arbeiteten im Unternehmen, das damit zunehmend von der Familie geprägt wurde.
1998 verkaufte die Familie Gigandet an die Victorinox-Gruppe. Sébastien Muller wurde CEO der Victorinox Watch SA, Christiane Muller übernahm dort Aufgaben im Qualitätsmanagement. Parallel baute die Familie mit der Blanchefontaine SA ein eigenes Unternehmen für Private-Label-Uhren auf; Jean-François Muller wurde dessen Präsident.
Insolvenz und Ende der Schweizer Fabrik
Wie viele mittelgroße Schweizer Hersteller geriet Gigandet während und nach der Quarzkrise unter Druck. Anfang 1999 wurde der Konkurs der Charles Gigandet SA eröffnet, am 3. November 2000 wurde die Gesellschaft aus dem Handelsregister gelöscht. Damit endete die Geschichte der ursprünglichen Schweizer Uhrenfabrik.
Sébastien Muller verließ Victorinox Watch 2010 und wechselte als CEO zu Blanchefontaine. Christiane Muller folgte ein Jahr später. Diese Verbindung erklärt, warum die Namen Victorinox, Muller und Blanchefontaine in der späteren Gigandet-Geschichte auftauchen, obwohl Blanchefontaine nicht der heutige Markeninhaber ist.
Die Wiederbelebung in Deutschland
Die moderne Geschichte beginnt mit Hans Meeder und Christian Schmitt. Meeder erhielt nach Darstellung des Herstellers eine Gigandet-Sportuhr seines Onkels aus dem Jahr 1976. Die beiden griffen den verschwundenen Namen wieder auf und bauten Gigandet unter der MTR24 GmbH neu auf. Die heutigen Uhren knüpfen damit an die Marke an, sind aber keine Fortsetzung derselben Schweizer Fabrik.
Am 5. September 2011 wurde Gigandet erneut als Marke eingetragen. Seitdem führt die deutsche MTR24 GmbH aus Estenfeld bei Würzburg den Namen. Die heutigen Kollektionen unterscheiden sich technisch und gestalterisch deutlich von den historischen Schweizer Uhren. Geblieben sind der Markenname, die Schweizer Wurzeln und einzelne traditionelle Themen wie Chronographen, Flieger- und Taucheruhren.
Frühere Gigandet Modelle
Einige Modellnamen werden noch gesucht, obwohl sie nicht mehr zum aktuellen Programm gehören. Restbestände sind möglich, bei Service und Ersatzteilen sollte vor einem Kauf aber genauer nachgefragt werden.
Gigandet Race King
Die Race King war ein großer Motorsport-Chronograph mit deutlichen Anleihen an die Rolex Daytona. Varianten mit Panda- und Paul-Newman-artigem Zifferblatt machten sie auffällig, die Reihe ist heute aber nicht mehr Teil des offiziellen Katalogs. Ein vermeintliches Neuprodukt sollte nur mit klarer Händlergarantie gekauft werden.
Gigandet Minimalism
Die Minimalism kombinierte flache Zifferblätter mit schmalen Indizes, Chronographenanzeigen und oft einem Milanaiseband. Das Titelbild dieser Seite zeigt ein Modell aus dieser früheren Reihe. Die Gestaltung war eigenständiger als bei vielen damaligen Gigandet-Hommagen, aktuelle Nachfolger gibt es unter diesem Namen nicht.
Gigandet Speed Timer Ref. G7-008
Der Speed Timer G7-008 war ein 44-Millimeter-Quarzchronograph mit Panda-Zifferblatt, farbigen Motorsportakzenten und Miyota 6S21. Seine flache Bauweise machte ihn tragbarer, als der Durchmesser vermuten lässt. Heute ist er eher ein Gebrauchtkauf als eine reguläre Empfehlung.
Gigandet Chrono King Ref. G28-001
Die Chrono King setzte auf ein modernes, schwarzes Chronographendesign mit roten Akzenten, Tachymeter und 24-Stunden-Anzeige. Auch diese Reihe ist aus dem aktuellen Programm verschwunden. Bei alten Angeboten ist wichtiger, ob alle Drücker funktionieren und die Nullstellung sauber arbeitet, als ob die Verpackung noch vorhanden ist.
Gigandet Red Baron Ref. G8-009
Die alte Red Baron G8-009 war eine 43,5 Millimeter große Fliegeruhr mit Miyota 8215 und Milanaiseband. Der Name Red Baron lebt weiter, die aktuellen 39-Millimeter-Modelle sind jedoch eine neue Generation mit anderer Technik und höherer Positionierung. Alte und neue Referenzen sollten beim Preisvergleich nicht vermischt werden.
Gigandet Sea Ground 300 Ref. G300-001
Die frühe G300-001 mit Textilband war eine der ersten Sea-Ground-Versionen mit Saphirglas und Made-in-Germany-Schriftzug. Sie legte die Grundlage für die heutige G300. Weil einzelne alte Referenzen nicht mehr lieferbar sind, ist eine aktuelle G300-001M, G300-002M oder G300-003M meist der unkompliziertere Kauf.
Fazit: Für wen lohnt sich Gigandet?
Gigandet lohnt sich für Käufer, die ein konkretes Datenblatt wichtiger finden als Markenprestige. Bekannte Werke, Saphirglas, deutsche Endkontrolle und ein erreichbarer Service sind gute Argumente. Die Sea Ground 300 trifft diesen Ansatz am klarsten und ist unsere Empfehlung innerhalb der Marke.
Wen die Nähe bekannter Taucheruhrendesigns stört, der sollte zur Ocean King, Evermatic oder World Trip GMT schauen. Wer dagegen einen stabilen Wiederverkaufswert oder eine vollständig in Deutschland gefertigte Manufakturuhr erwartet, sucht in einer anderen Preisklasse.
Häufige Fragen zu Gigandet Uhren
Ist Gigandet eine deutsche oder eine Schweizer Uhrenmarke?
Beides gehört zur Geschichte, aber auf unterschiedliche Weise. Die historische Charles Gigandet SA stammte aus Tramelan in der Schweiz. Die heutige Marke wird von der deutschen MTR24 GmbH aus Estenfeld geführt. Aktuelle Uhren werden in Würzburg montiert, reguliert und kontrolliert und tragen Made in Germany. Gigandet ist heute daher eine deutsche Marke mit Schweizer Wurzeln.
Sind Gigandet Uhren gut?
Gigandet bietet in der Mittelklasse eine nachvollziehbare Ausstattung: bekannte Werke von Seiko/TMI, Miyota, Sellita oder Soprod, meist Saphirglas bei den aktuellen deutschen Reihen, 316L-Edelstahl und eine Endkontrolle in Würzburg. Die günstigere ältere Sea Ground G2 nutzt nur saphirbeschichtetes Mineralglas. Die Qualität liegt über einer anonymen Modeuhr, erreicht aber nicht die Fertigungstiefe oder den Wiederverkaufswert etablierter Luxusmarken.
Wo werden Gigandet Uhren hergestellt?
Gigandet montiert die aktuellen Made-in-Germany-Modelle nach eigenen Angaben in Würzburg, reguliert die Werke und prüft Gang sowie Wasserdichtigkeit. Werke und Komponenten kommen je nach Referenz aus Japan oder der Schweiz. Der Firmensitz der MTR24 GmbH liegt im nahen Estenfeld. Made in Germany bedeutet daher keine vollständig deutsche Teilefertigung.
Welche Uhrwerke verwendet Gigandet?
Das hängt von der Reihe ab. In der Sea Ground arbeiten häufig das Seiko/TMI NH35 oder das Miyota 8215. Die höher positionierte Evermatic nutzt etwa das Sellita SW200-1. In weiteren aktuellen Modellen kommen Werke von Soprod zum Einsatz. Wer eine bestimmte Technik will, sollte immer die Referenz prüfen, denn selbst innerhalb einer Kollektion können die Kaliber wechseln.
Welche Gigandet Kollektionen gibt es aktuell?
Zum aktuellen Programm gehören Sea Ground 100, Sea Ground 300 und Sea Ground 3000, Ocean King, World Trip GMT, Evermatic, Sportsmatic 2000 und Red Baron. Ältere Reihen wie Race King, Minimalism, Speed Timer, Chrono King und Classico sind nur noch als Restbestand oder gebraucht zu finden.
Welche Gigandet Uhr ist die beste?
Für ein vernünftiges Preis-Leistungs-Verhältnis ist die Sea Ground 300 Basic unsere erste Wahl. Sie verbindet Saphirglas, 30 bar Wasserdichtigkeit und ein robustes NH35 mit deutscher Montage. Die Ocean King wirkt eigenständiger, die World Trip GMT bietet eine echte Reise-Komplikation und die Sea Ground 100 passt mit 39 bis 40 Millimetern besser an schmale Handgelenke.
Sind alte Gigandet Uhren wertvoll?
Historische Chronographen aus Tramelan können sammelwürdig sein, besonders mit bekannten Valjoux-Werken, originalem Zifferblatt und belegbarer Herkunft. Die heutigen Serienuhren sind dagegen Gebrauchsuhren und keine verlässliche Wertanlage. Beim Kauf einer Vintage-Gigandet zählen Zustand, Referenz, Werk und Servicehistorie stärker als der Markenname allein.
Was darf eine Gigandet kosten?
Der sinnvolle Bereich hängt an Werk und Ausstattung. Für eine ältere G2 mit NH35 und beschichtetem Mineralglas sollte der Preis klar unter einer aktuellen G300 liegen. Saphirglas, Keramiklünette und deutsche Endkontrolle rechtfertigen einen Aufpreis. Bei den teureren Reihen muss zusätzlich ein Schweizer Sellita- oder Soprod-Werk erkennbar sein. Aktuelle Preise sollten immer mit ähnlich ausgestatteten Modellen anderer Marken verglichen werden.
