Lambretta Uhren übertragen die Farben, Rundinstrumente und das Freiheitsgefühl der berühmten italienischen Motorroller ans Handgelenk. Wir zeigen dir die interessantesten Modelle für Damen und Herren, ordnen ihre Qualität ein und erklären, worauf du bei den heute meist nur noch vereinzelt erhältlichen Retro-Uhren achten solltest.
Der offizielle Lambretta Watches Shop ist inzwischen geschlossen. Neue Exemplare erscheinen deshalb nur unregelmäßig als Restbestand, während Cielo, Cesare und Imola häufiger gebraucht angeboten werden. Gerade jetzt lohnt sich ein genauer Blick auf Modell, Größe und Zustand.
Die Lambretta Uhren-Kollektion im Überblick
Zum historischen Programm gehörten Modellreihen wie Cielo, Cesare, Imola, Franco, Luigi und Rebel. Den Anfang machte 2002 die auf 300 Exemplare begrenzte Luna. Im Jahr 2017 ergänzte Classico das Programm. Die Kollektionen griffen unterschiedliche Seiten der Marke auf, von den Pastellfarben italienischer Motorroller bis zu den Instrumenten sportlicher Grand-Prix-Modelle.
Lambretta Damenuhren
Bei den Lambretta Damenuhren steht die Cielo im Mittelpunkt. Sie übernimmt weniger Details eines bestimmten Rollers als dessen Farbwelt. Das macht sie zur passenden Wahl für alle, die den Lambretta-Stil mögen und ein dezentes Zifferblatt einem großen Logo oder Fahrzeugmotiv vorziehen.
- Lambretta Cielo 34: Die schlanke Damenuhr besitzt ein 34 Millimeter großes Gehäuse, schmale Zeiger und einzelne Kristallindizes. Lederbänder in Rot, Blau, Grün oder Creme greifen die Farben der Lambretta Roller auf, während Varianten mit Milanaiseband zurückhaltender wirken. Im Inneren arbeitet das weit verbreitete Quarzwerk Miyota 2035. Die Uhr eignet sich für den Alltag, sollte aber nicht beim Schwimmen getragen werden.
- Lambretta Cielo 37: Die frühere Ausführung überträgt das farbenfrohe Cielo-Design auf ein 37 Millimeter großes Gehäuse. Dadurch wirkt sie am Handgelenk präsenter als die Cielo 34, behält aber die feinen Indizes und den modischen Charakter der Reihe.
- Lambretta Cielo Schmuckset: Einige Cielo-Uhren wurden gemeinsam mit einem schmalen Kristallarmband und einer passenden Box verkauft. Vollständige Sets sind heute besonders interessant, weil Armband, Schmuckstück und Verpackung schwieriger zu ersetzen sind als die Batterie des Quarzwerks.
Lambretta Herrenuhren
Die Herrenkollektion verteilt den Roller-Mythos auf zwei Richtungen. Cesare und Franco erinnern an elegante Alltagsuhren der Nachkriegszeit. Imola nimmt die sportliche Seite der Marke auf und übersetzt Geschwindigkeit in einen Chronographen.
- Lambretta Cesare 42: Die klassischste Lambretta Herrenuhr verbindet ein 42 Millimeter großes Gehäuse mit einem aufgeräumten Zifferblatt und schmalen Indizes im Stil der 1950er-Jahre. Benannt wurde die Reihe nach dem italienischen Abenteurer Dr. Cesare Battaglini, der zwischen 1956 und 1959 rund 160.000 Kilometer auf einer Lambretta 150D zurücklegte und dabei alle Kontinente bereiste. Spätere Varianten erhielten Schnellwechselstege, mit denen sich Leder- und Milanaisebänder ohne Werkzeug austauschen lassen.
- Lambretta Imola 44: Der sportliche Chronograph orientiert sich an den Lambretta Grand Prix Rollern der 1960er-Jahre. Hilfszifferblätter, Drücker und die an einen Tachometer erinnernde Gestaltung bringen Rennsport an das Handgelenk. Mit 44 Millimetern fällt die Imola deutlich präsenter aus als Cesare oder Cielo.
- Lambretta Franco 44: Die große Unisex-Uhr kombiniert ein mattes Gehäuse mit einem metallisch schimmernden Zifferblatt und einem fein geflochtenen Milanaiseband. Ohne die zusätzlichen Anzeigen eines Chronographen wirkt sie ruhiger als die Imola, trägt sich mit 44 Millimetern aber ebenfalls ausgesprochen groß.
Qualität und Erfahrungen mit Lambretta Uhren
Lambretta Watches war als Modemarke positioniert und setzte auf unkomplizierte Quarztechnik. Die japanischen Miyota-Werke sind eine vernünftige Grundlage für diesen Zweck. Sie laufen genau, benötigen wenig Wartung und können bei einem Batteriewechsel von fast jedem Uhrmacher geprüft werden.
Die Ausstattung unterscheidet sich zwischen den Modellreihen. Häufig finden sich Edelstahlböden, Leder- oder Milanaisebänder und Mineralglas. Angaben zur Wasserdichtigkeit müssen für die konkrete Referenz geprüft werden. Bei der Cielo ist der Schutz beispielsweise für den Alltag gedacht, nicht für Schwimmen oder Wassersport.
Wer eine Lambretta Uhr wegen ihrer Technik kauft, erhält eine solide Quarzuhr. Der eigentliche Reiz entsteht aber durch Farbe, Typografie und die Verbindung zur Roller-Geschichte. Sammler zahlen daher eher für eine seltene Ausführung mit vollständigem Zubehör als für ein besonders anspruchsvolles Uhrwerk.
Bei älteren Uhren verdient die Batterie besondere Aufmerksamkeit. Eine lange leer gelagerte Knopfzelle kann auslaufen und Werk oder Zifferblatt beschädigen. Ein sauberer Batteriewechsel mit Kontrolle der Dichtung ist deshalb sinnvoller als die Uhr nach dem Kauf einfach weiterlaufen zu lassen.
Eine Lambretta Uhr kaufen
Der geschlossene Markenshop verändert die Suche nach einer Lambretta Uhr. Im regulären Handel sind nur noch einzelne Restbestände zu finden. Auf dem Gebrauchtmarkt ist die Auswahl größer, dort schwanken Zustand und Lieferumfang jedoch deutlich.
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Referenz und Größe prüfen
Cielo, Cesare, Imola und Franco unterscheiden sich deutlich. Produktfotos allein lassen 34, 42 und 44 Millimeter oft ähnlich wirken.
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Batteriezustand klären
Bei lange gelagerten Quarzuhren sollte die Batterie erneuert und das Werk auf Korrosion kontrolliert werden.
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Dichtungen kontrollieren
Dichtungen altern und verlieren mit der Zeit ihre Elastizität. Für Wasserkontakt braucht die Uhr deshalb eine aktuelle Dichtigkeitsprüfung.
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Originalband und Zubehör bewerten
Farblich passende Originalbänder und komplette Cielo-Sets sind schwieriger zu ersetzen als eine gewöhnliche Batterie.
Für den Kauf zählt eine nachvollziehbare Beschreibung mehr als ein spektakuläres Produktfoto. Gute Angebote zeigen Zifferblatt, Gehäuseboden, Krone, Schließe und Band aus der Nähe. Bei einem ungetragenen Restbestand sollte der Händler trotzdem bestätigen, dass die Batterie frisch ist und die Uhr tatsächlich läuft.
Unsere allgemeinen Hinweise zu Rückgaberecht, Händlern und Produktangaben findest du im Ratgeber zum Uhrenkauf im Internet. Weitere markenlizenzierte Zeitmesser stellen wir bei den Uhren von Modemarken vor.
Über Lambretta Uhren
Die Geschichte der Marke begann 1947 mit den Motorrollern von Innocenti in Mailand. Heute hält die in Lugano ansässige Innocenti S.A. die Markenrechte. Die bekannten Uhrenkollektionen wurden vom schwedischen Unternehmen Capella Industries AB in Särö entwickelt und vertrieben.
| Markenursprung | Mailand, Italien |
| Erster Lambretta Roller | 1947 |
| Heutiger Markeninhaber | Innocenti S.A., Lugano |
| Entwicklung der Uhren | Capella Industries AB, Särö |
| Aktueller Uhren-Support | Saro Island AB, Schweden |
Im Jahr 2002 erschien mit der auf 300 Exemplare begrenzten Luna die erste Lambretta-Uhrenedition. Später folgten Cielo, Cesare, Imola, Franco, Luigi und weitere Reihen, die den italienischen Namen mit schwedischer Produktgestaltung verbanden.
Der inzwischen geschlossene Lambretta Watches Shop nennt Saro Island AB als Ansprechpartner für Garantie und Support. Die offizielle Lambretta-Seite führt Uhren weiterhin als Teil der Marke, verweist beim Onlinekauf jedoch noch auf diesen geschlossenen Shop.
Geschichte von Lambretta
Hinter den Uhren steht eine der bekanntesten Geschichten des italienischen Industriedesigns. Ferdinando Innocenti begann mit Stahlrohren und Metallkonstruktionen. Nach dem Zweiten Weltkrieg suchte er ein erschwingliches Fahrzeug für eine Gesellschaft, die wieder mobil werden wollte.
Die Idee kam ihm durch die amerikanischen Cushman-Scooter, die er 1943 in Rom gesehen hatte. Zunächst holte Innocenti den Luftfahrtingenieur Corradino D’Ascanio ins Projekt. Beide trennten sich jedoch wegen technischer Fragen. D’Ascanio entwarf später die Vespa für Piaggio, während Cesare Pallavicino und Pierluigi Torre die Lambretta zur Serienreife brachten. Aus einer Nachkriegsidee entstanden damit zwei italienische Rivalen.
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1933
Innocenti baut seine erste Fabrik in Mailand
Stahlrohre und Metallkonstruktionen bilden die technische Grundlage des späteren Rollerherstellers.
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1947
Die erste Lambretta fährt aus Lambrate
Das Modell A startet seine Karriere mit einer Fahrt über 290 Kilometer von Mailand nach Sanremo.
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1951
Lambretta erreicht einen Geschwindigkeitsrekord
Eine stromlinienförmige Rekordmaschine fährt in der 125-Kubikzentimeter-Klasse rund 202 Kilometer pro Stunde.
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1971
Die italienische Rollerproduktion endet
Innocenti stellt die Fertigung in Italien ein. Lizenzen und Produktionsanlagen führen die Geschichte in anderen Ländern fort.
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2002
Die erste Lambretta Uhr erscheint
Die limitierte Luna bringt den Namen des Motorrollers erstmals als eigenständige Uhrenedition ans Handgelenk.
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Heute
Der Roller-Kult lebt als internationale Marke weiter
Lambretta bietet wieder Motorroller an und ist außerdem auf Mode, Accessoires und Uhren präsent.
Vom Mailänder Alltagsfahrzeug zur britischen Mod-Ikone
Der erste Lambretta Roller war günstig, leicht zu fahren und sauberer als viele Motorräder. Damit passte er in das Italien der Nachkriegszeit. Mobilität bedeutete plötzlich, am Wochenende aus der Stadt zu fahren, Freunde zu besuchen oder einen Arbeitsplatz jenseits des eigenen Viertels zu erreichen.
In Großbritannien bekam die Lambretta eine zweite Bedeutung. Für die Mods gehörten italienische Anzüge, Soul und Rhythm and Blues ebenso zum Stil wie Vespa- oder Lambretta-Roller. Zusätzliche Spiegel, Scheinwerfer und Abzeichen machten aus dem Verkehrsmittel ein persönliches Statement.
Bands wie The Who trugen diesen Look in die Popkultur. Das Album und der spätere Film Quadrophenia verbanden Musik, Parka und Motorroller so eng, dass die Lambretta bis heute als Symbol der Mod-Bewegung erkannt wird. Die Uhren greifen genau dieses Bild auf, wenn sie italienische Farben mit britischem Sixties-Stil verbinden.
Warum die Roller-Geschichte für die Uhren wichtig ist
Die Technik einer Lambretta Uhr bleibt bewusst einfach. Ihren Wert gewinnt sie durch die Gestaltung und die Erinnerung an eine Zeit, in der ein kleiner Roller Freiheit, Jugendkultur und individuellen Stil ausdrückte.
Die Cielo übernimmt die Farben, Imola die sportlichen Instrumente und Cesare die elegante Seite der 1950er-Jahre. Dadurch wirken die Modellnamen weniger beliebig als bei vielen anderen Retro-Uhren. Jede Reihe wählt einen anderen Ausschnitt aus derselben Markengeschichte.
Nachruf auf Lambretta Watches
Im Vergleich zu vielen Modemarken, die bekannte Uhrendesigns lediglich mit einem neuen Logo versehen, versuchte Lambretta Watches eigenständige Modellreihen zu entwickeln. Cielo übernahm die Farben der Motorroller, Imola orientierte sich am Rennsport und Cesare griff die elegante Seite der 1950er-Jahre auf. Dadurch waren die Uhren klar als Lambretta Modelle zu erkennen.
Der Markt honorierte diesen Ansatz offenbar nicht dauerhaft. Der eigene Onlineshop ist geschlossen, Neuware wird seltener und die früheren Modellreihen stehen nicht mehr als zusammenhängende Kollektion im Schaufenster. Uhrmacherisch blieben es unkomplizierte Quarzuhren, gestalterisch hoben sie sich jedoch von vielen austauschbaren Lizenzuhren ab.
Wer heute eine gut erhaltene Lambretta Uhr findet, kauft kein aktuelles Markenmodell, sondern ein Stück dieser abgeschlossenen Kollektion. Originalband, intaktes Zifferblatt und ein sauberes Werk zählen inzwischen mehr als die Frage, welches Modell einst als Damen- oder Herrenuhr beworben wurde.
Häufige Fragen zu Lambretta Uhren
Wer stellt Lambretta Uhren her?
Die bekannten Lambretta Uhren wurden vom schwedischen Unternehmen Capella Industries in Särö entwickelt und vertrieben. Der inzwischen geschlossene Lambretta Watches Shop verweist bei Garantie- und Supportfragen an Saro Island AB. Die Rechte an der italienischen Traditionsmarke liegen bei der in Lugano ansässigen Innocenti S.A.
Woher kommen Lambretta Uhren?
Lambretta stammt aus Mailand und wurde 1947 mit seinen Motorrollern berühmt. Die Uhrenkollektionen entstanden jedoch bei einem schwedischen Lizenzpartner. In vielen Modellen arbeiten japanische Miyota-Quarzwerke. Lambretta Uhren verbinden deshalb italienische Markengeschichte, schwedische Produktentwicklung und japanische Uhrentechnik.
Sind Lambretta Uhren gut?
Lambretta Uhren sind solide Modeuhren mit bewährten Miyota-Quarzwerken. Die Qualität hängt von der Modellreihe ab. Cielo, Cesare und Imola unterscheiden sich bei Gehäusegröße, Armband und Wasserdichtigkeit. Bei älteren Exemplaren sind Batteriezustand, Dichtungen und ein unbeschädigtes Originalarmband wichtiger als die Verpackung.
Kann man Lambretta Uhren noch kaufen?
Der offizielle Lambretta Watches Shop ist geschlossen. Neue Uhren tauchen daher nur unregelmäßig als Restbestand bei einzelnen Händlern auf. Größer ist die Auswahl auf dem Gebrauchtmarkt. Vor dem Kauf sollten Referenznummer, Zustand, Rückgaberecht und die Möglichkeit eines Batteriewechsels geprüft werden.
Welche Lambretta Damenuhr ist besonders bekannt?
Die Cielo 34 ist die bekannteste Lambretta Damenuhr. Ihr 34 Millimeter großes Gehäuse, die schmalen Indizes und farbigen Leder- oder Milanaisebänder greifen das Modegefühl der 1950er- und 1960er-Jahre auf. Im Inneren arbeitet ein unkompliziertes Miyota-Quarzwerk.
Welche Lambretta Herrenuhren gibt es?
Zu den bekanntesten Herrenuhren gehören die klassische Cesare 42 und der sportliche Imola 44 Chronograph. Die Franco 44 wurde als größere Unisex-Uhr angeboten. Alle drei Reihen setzen auf Quarztechnik und übertragen unterschiedliche Seiten der Lambretta-Geschichte auf das Zifferblatt.
