Bekannt ist Spinnaker vor allem für Taucheruhren mit japanischem Automatikwerk, Saphirglas und Edelstahlgehäuse. Hier stellen wir die besten Modelle der Marke näher vor und beantworten die Fragen zu Qualität, Uhrwerken und Herkunft.
Das Sortiment besteht fast vollständig aus Herrenuhren, und der weit überwiegende Teil davon sind Automatikuhren. Damit besetzt die Marke eine schmale Lücke: mechanische Taucheruhren mit Ausstattung, die man sonst erst deutlich weiter oben findet. Gehäuse aus 316L-Edelstahl, entspiegeltes Saphirglas, verschraubte Kronen und Automatikwerke von Seiko und Miyota, deren Kaliberbezeichnung Spinnaker in vielen Fällen offen nennt. Dazu kommt ein Sortiment, das sich schnell dreht, weil viele Serien als limitierte Auflage erscheinen.
Die besten Spinnaker Uhren
Die folgende Auswahl zeigt lieferbare Spinnaker Armbanduhren quer durch die Reihen, von den Chronographen mit Meca-Quarz bis zu den Automatikuhren der Taucherserien. Bis auf wenige Ausnahmen sind es Herrenuhren mit Gehäusedurchmessern zwischen 39 und 45 Millimetern.
Die Modellreihen von Spinnaker
Das Sortiment ist nach Reihen geordnet, die sich in Gehäuseform und Größe deutlich unterscheiden. Wer eine Spinnaker sucht, entscheidet zuerst zwischen der klassischen Taucheroptik der Fleuss, dem kissenförmigen Gehäuse der Hull und den kantigeren Entwürfen von Dumas und Bradner.
Spinnaker Fleuss
Die Fleuss ist die bekannteste Reihe der Marke und die deutlichste Anlehnung an einen Klassiker. Sie übernimmt von der Blancpain Fifty Fathoms den Innendrehring, der über eine zweite Krone bedient wird, dazu kräftige Leuchtpunkte auf Zeigern und Indizes. Im 43 Millimeter großen Edelstahlgehäuse der Referenz SP-5055 arbeitet ein Miyota 8215 von Citizen, die Wasserdichtigkeit liegt bei 150 Metern. Ihren Namen trägt die Reihe nach Henry Fleuss, der 1878 das erste einsatzfähige Kreislauftauchgerät baute.
Daneben stehen die kleinere Fleuss 40 mit 40 Millimetern und massivem Edelstahlband (SP-5133) sowie die Fleuss GMT (SP-5120), die einen unabhängig einstellbaren Zeiger für die zweite Zeitzone mitbringt.
Spinnaker Hull
Die Hull ist die breiteste Reihe im Sortiment und die einzige, die in drei Bauarten nebeneinander läuft. Das kissenförmige Gehäuse nimmt Anleihen bei Panerai, bleibt mit 42 Millimetern aber deutlich alltagstauglicher als das Vorbild. Die Hull California (SP-5071) trägt ein Seiko NH35 und das namensgebende California-Zifferblatt, auf dem römische und arabische Ziffern zusammentreffen.
Die Hull Diver (SP-5088) ergänzt eine drehbare Taucherlünette, die Hull Chronograph (SP-5068) arbeitet mit einem Seiko VK73. Dieses Meca-Quarz-Werk verbindet eine Quarztaktung mit einem springenden Stoppzeiger, wie man ihn sonst von mechanischen Chronographen kennt.
Spinnaker Bradner
Die Bradner setzt wie die Fleuss auf einen innenliegenden Drehring, wirkt durch das flachere Gehäuse und die schlankere Lünette aber zurückhaltender. Das Edelstahlgehäuse der Referenz SP-5062 misst 42 Millimeter und hält 180 Meter Wassersäule aus. Spinnaker führt die Reihe in vielen Zifferblattfarben, wahlweise mit Leder- oder Edelstahlband.
Die Bradner GMT (SP-5121) erweitert das Gehäuse um einen vierten Zeiger und eine 24-Stunden-Skala.
Spinnaker Croft
Die Croft ist die Reihe für kleinere Handgelenke. Neben der Croft 42 (SP-5134) steht die Croft Mid Size mit 40 Millimetern (SP-5100), dazu die Croft Pioneer (SP-5136) und die auf 39 Millimeter geschrumpfte Croft 39 GMT als limitierte Auflage (SP-5157). Namensgeber ist Robert Croft, ein Tauchlehrer der US Navy, der als erster Mensch ohne Gerät auf 200 Fuß Tiefe kam.
Spinnaker Dumas
Mit dem achteckigen Gehäuse und 44 Millimetern Durchmesser ist die Dumas die auffälligste Spinnaker. Die Proportionen und die massiven Zeiger erinnern an die Omega Seamaster Ploprof aus den Siebzigern. Die Dreizeigermodelle laufen unter SP-5081. Die Dumas GMT (SP-5119) trägt ein Seiko NH34, dessen GMT-Zeiger sich unabhängig vom Stundenzeiger stellen lässt, und hält 300 Meter Wassersäule aus.
Spinnaker Spence
Die Spence ist der ruhigste Entwurf im Sortiment. Eckige Indizes, klare Zeiger und ein 40 Millimeter großes Gehäuse ergeben eine Taucheruhr, die auch unter einem Hemdsärmel funktioniert. Die aktuelle Spence 300 (SP-5097) kommt mit massivem Edelstahlband.
Spinnaker Cahill
Die Cahill ist als Dress-Diver angelegt: Taucheruhr im Aufbau, aber mit strukturiertem Zifferblatt und zurückhaltender Lünette. Beim Modell Onyx sind Gehäuse und Band durchgehend schwarz beschichtet, die Grundreihe läuft unter SP-5064.
Spinnaker Piccard
Die Piccard ist die größte Uhr der Marke und zugleich die druckfesteste. Mit 45 Millimetern Gehäusedurchmesser trägt sie deutlich kräftiger auf als die Taucherreihen um 42 Millimeter. Spinnaker legt die Reihe SP-5098 auf 550 Meter aus, einzelne Referenzen erreichen sogar 1.000 Meter. Das liegt weit jenseits dessen, was beim Sporttauchen je gebraucht wird, und macht die Piccard zur Ausnahme im Sortiment.
Spinnaker Challenger
Die Challenger ist die jüngste Taucherreihe im Sortiment und bleibt beim gängigen Maß von 42 Millimetern. Sie läuft unter der Referenz SP-5159, hält 300 Meter Wassersäule aus und kommt mit massivem Edelstahlarmband. Damit sitzt sie zwischen den klassischen Reihen und der überdimensionierten Piccard.
Weitere Modellreihen von Spinnaker
Neben den oben vorgestellten Serien führt oder führte Spinnaker weitere Reihen, die derzeit nicht im deutschen Handel liegen. Die Tesei ist davon die interessanteste: Sie war 2018 auf der Baselworld das erste Modell der Marke, das ein Schweizer Sellita SW200 trug und in der Schweiz von Hand montiert wurde. Ihren Namen trägt sie nach Teseo Tesei, einem Offizier der italienischen Marine und Miterfinder des bemannten Torpedos. Die Wreck setzte auf ein künstlich gealtertes Erscheinungsbild, bei dem Zifferblatt und Lünette wie nach Jahren im Wasser wirken, ein Motiv aus dem Feld der Retro-Uhren. Auch Hunley, Boettger und Hydrofoil führt Spinnaker nicht mehr.
Welche Spinnaker zu wem passt
Die Reihen unterscheiden sich weniger in der Technik als in Größe und Auftritt. Drei Fragen führen deshalb schnell zur passenden Uhr.
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Schmales Handgelenk
Croft Mid Size, Fleuss 40 und Spence 300 bleiben bei 40 Millimetern, die Croft 39 GMT geht sogar auf 39 Millimeter herunter. Die Cahill ist als Dress-Diver angelegt und trägt sich unter einem Hemdsärmel am unauffälligsten.
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Klassische Taucheroptik
Die Fleuss mit Innendrehring trifft die Kernidee der Marke am deutlichsten. Wer eine außenliegende Drehlünette bevorzugt, findet sie bei der Hull Diver und der Bradner.
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Zweite Zeitzone
Bradner GMT, Fleuss GMT, Croft 39 GMT und Dumas GMT tragen einen unabhängig stellbaren Zeiger mit 24-Stunden-Skala. Die Dumas GMT arbeitet mit einem Seiko NH34 und hält 300 Meter Wassersäule aus.
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Auffälliger Auftritt
Die achteckige Dumas mit 44 Millimetern und die Piccard mit 45 Millimetern sind die größten Entwürfe im Sortiment. Beide tragen deutlich kräftiger auf als die Reihen um 42 Millimeter.
Qualität der Spinnaker Uhren
Die Ausstattung ist der stärkste Punkt der Marke. Die Gehäuse bestehen aus 316L-Edelstahl, das Glas ist bei den aktuellen Reihen Saphir und meist entspiegelt, die Kronen sind verschraubt, und viele Modelle zeigen das Werk durch einen Sichtboden. Die Wasserdichtigkeit reicht je nach Reihe von 100 Metern bei der Hull bis zu 300 Metern bei der Dumas GMT.
Bei den Uhrwerken bleibt Spinnaker bei bewährter Großserie aus Japan. Das Miyota 8215 kommt von Citizen, die Kaliber NH35 und NH34 von Seiko. Diese Werke sind robust, überall bekannt und für jeden Uhrmacher zu öffnen, und Ersatzteile sind auf Jahre verfügbar. Ungewöhnlich für die Preisklasse ist, dass Spinnaker die Kaliberbezeichnung in vielen Produktangaben ausschreibt, statt nur von einem Automatikwerk zu sprechen.
Die Grenze liegt beim Feinschliff. Werke dieser Serien werden nach der Montage nicht einzeln nachreguliert, weshalb Gangabweichungen von mehreren Sekunden am Tag im Rahmen liegen. Genau darauf laufen die meisten Erfahrungen von Trägern hinaus: Verarbeitung und Ausstattung überzeugen, die Ganggenauigkeit bleibt Großserie. Wer eine chronometergenaue Uhr erwartet, greift eine Klasse höher. Wer eine mechanische Taucheruhr mit Saphirglas und wartbarer Technik sucht, bekommt hier viel Gegenwert, und zwar im Feld der mechanischen Uhren bis 500 Euro.
Ein Detail sorgt regelmäßig für Verwirrung: Die Chronographen der Hull-Reihe tragen kein Automatikwerk, sondern ein Seiko VK73. Dieses Meca-Quarz-Werk läuft auf Quarzbasis, lässt den Stoppzeiger aber wie bei einem mechanischen Chronographen springen statt schleichen.
Spinnaker Uhren sind eine Hommage an Großes
Ein Teil des Sortiments ist erkennbar an Klassiker angelehnt, ohne sie zu kopieren. Solche Hommage-Uhren sind in dieser Preisklasse verbreitet. Spinnaker übernimmt eine Grundidee und setzt eigene Zifferblätter, Farben und Proportionen dagegen.
| Spinnaker | Vorbild | Gemeinsames Merkmal |
|---|---|---|
| Fleuss | Blancpain Fifty Fathoms | Innendrehring mit zweiter Krone |
| Hull | Panerai Radiomir | Kissenförmiges Gehäuse |
| Dumas | Omega Seamaster Ploprof | Achteckiger Aufbau, massive Zeiger |
Über Spinnaker
| Gründung | 2013 (Marke), Solar Time Ltd. seit 1977 |
| Markeninhaber | Solar Time Ltd., Kowloon, Hongkong |
| Vertrieb Europa | Dartmouth Brands Ltd., Großbritannien |
| Schwestermarken | AVI-8, Thomas Earnshaw, Nubeo, Duxot, Cadola, RGMT |
Markeninhaber ist Solar Time Ltd., ein seit 1977 tätiger Uhrenhersteller mit Sitz in Kowloon, Hongkong, unter dessen Dach heute acht eigene Marken laufen. Der europäische Vertrieb läuft über die britische Tochter Dartmouth Brands Ltd.. Der britische Auftritt gehört damit zum Verkauf, entwickelt und gefertigt wird in Asien.
Für den Käufer zählt daran vor allem eines: Entwurf, Montage und Vertrieb liegen im selben Haus. Die Marge eines externen Auftragsfertigers entfällt, und darin liegt der Grund für das Preisniveau der Marke.
Der Name Spinnaker kommt aus dem Segelsport
Ein Spinnaker ist das große, bauchig geschnittene Vorsegel, das vor dem Wind gefahren wird, um die Segelfläche zu vergrößern. Das Logo der Marke zeigt genau dieses Segel, und international tritt sie als Spinnaker Watches auf. Der maritime Bezug zieht sich durch die Namen der Reihen, die überwiegend an Menschen aus der Geschichte des Tauchens erinnern. Henry Fleuss baute 1878 das erste einsatzfähige Kreislauftauchgerät, Robert Croft tauchte als erster Mensch ohne Gerät auf 200 Fuß, und Teseo Tesei entwickelte für die italienische Marine den bemannten Torpedo.
Häufige Fragen zu Spinnaker Uhren
Wie gut sind Spinnaker Uhren?
Für die aufgerufene Summe bekommt man viel belegbare Ausstattung: Gehäuse aus 316L-Edelstahl, Saphirglas mit Entspiegelung, verschraubte Kronen und Automatikwerke von Seiko und Miyota, die jeder Uhrmacher öffnen und warten kann. Spinnaker nennt das Kaliber in vielen Produktangaben, was in dieser Preisklasse selten ist. Die Grenzen liegen beim Feinschliff. Die Werke werden nach der Montage nicht nachreguliert, deshalb sind Gangabweichungen von mehreren Sekunden pro Tag üblich.
Wo werden Spinnaker Uhren hergestellt?
In Asien. Hinter der Marke steht Solar Time Ltd. aus Kowloon in Hongkong, ein Uhrenhersteller von 1977, der eigene Montagekapazitäten unterhält. Die Uhrwerke kommen aus Japan, von Seiko und von Citizen unter dem Namen Miyota. Eine Fertigung in Großbritannien gibt es nicht.
Wem gehört Spinnaker?
Spinnaker ist eine Hausmarke von Solar Time Ltd. in Hongkong. Der Vertrieb für Europa läuft über die britische Tochter Dartmouth Brands Ltd., eingetragen am 19. Juni 2013, an der Solar Time laut britischem Handelsregister die Mehrheit hielt. Zur selben Gruppe gehören AVI-8, Thomas Earnshaw, Nubeo, Duxot, Cadola und RGMT.
Ist Spinnaker eine britische Marke?
Nur auf der Vertriebsseite. Die britische Gesellschaft Dartmouth Brands führt den europäischen Verkauf, ihr eingetragener Sitz liegt in Hertford. Entwickelt und verantwortet wird die Marke von Solar Time in Hongkong. Spinnaker selbst nennt auf seiner Unternehmensseite weder ein Gründungsjahr noch ein Herkunftsland.
Welche Uhrwerke verbaut Spinnaker?
Überwiegend japanische Automatikwerke. Die Fleuss trägt ein Miyota 8215 von Citizen, die Hull California ein Seiko NH35, die Dumas GMT ein Seiko NH34 mit unabhängig einstellbarem Zeiger für die zweite Zeitzone. Bei den Chronographen der Hull-Reihe arbeitet ein Seiko VK73, ein Meca-Quarz mit springendem Stoppzeiger und Quarztaktung. Die Marke setzt also nicht ausschließlich auf Automatik.
Sind Spinnaker Uhren Hommagen?
Ein Teil der Reihen ist erkennbar an Klassiker angelehnt. Die Fleuss zitiert die Blancpain Fifty Fathoms mit Innendrehring, die Hull nimmt Anleihen bei den kissenförmigen Gehäusen von Panerai, und die achteckige Dumas erinnert an die Omega Seamaster Ploprof. Spinnaker kopiert dabei nicht eins zu eins, sondern setzt eigene Zifferblätter, Farben und Proportionen dagegen.
Heißt es Spinnaker oder Spinnacker?
Die Marke schreibt sich Spinnaker mit einem k. Der Name stammt aus dem Segelsport und bezeichnet das große, bauchig geschnittene Vorsegel, das vor dem Wind gefahren wird. Die Schreibweise Spinnacker ist ein häufiger Vertipper und meint dieselbe Marke.
Gibt es einen Wikipedia-Eintrag zu Spinnaker?
Einen eigenen Artikel zur Uhrenmarke führt die Wikipedia weder auf Deutsch noch auf Englisch. Erwähnt wird Spinnaker im deutschen Artikel zur Armbanduhr als eine der Marken, die das Seiko-Kaliber NH35 in großer Stückzahl verbauen. Die überprüfbaren Eckdaten stehen dagegen im britischen Handelsregister: Dartmouth Brands Ltd., Nummer 08576415, eingetragen am 19. Juni 2013, mit Solar Time Ltd. aus Hongkong als eingetragener Anteilseignerin.
Wo kann man Spinnaker Uhren in Deutschland kaufen?
Einen eigenen Handel unterhält die Marke in Deutschland nicht. Der Verkauf läuft über den Onlineversand und über Uhrenhändler, die das Sortiment der Gruppe führen. Nicht jede Reihe ist hier dauerhaft gelistet, einzelne Serien laufen als limitierte Auflage und verschwinden danach aus dem Angebot.
