Kienzle gehört zu den großen Namen der deutschen Uhrengeschichte und verkauft heute wieder Automatik-, Funk-, Quarz- und Smartwatches. Wir zeigen dir hier die besten Kienzle Uhren, ordnen die aktuelle Kollektion ein und erklären, was hinter der Marke seit 1822 steckt.

Die heutige Kollektion ist erheblich breiter als das lange Zeit verfügbare Restangebot der Marke. Neben klassischen Armbanduhren führt Kienzle wieder mechanische Taucher- und Fliegeruhren, Funkuhren, Taschenuhren sowie die Active-Smartwatch-Reihe. Hinter dem deutschsprachigen Angebot steht seit 2024 die Kienzle1822 GmbH aus Wels.

Kienzle bleibt damit eine Marke mit deutscher Herkunft, aber ohne durchgehende Unternehmenslinie seit 1822. Die historische Fabrik in Schwenningen, spätere Markeninhaber und die heutige österreichische Gesellschaft gehören zu unterschiedlichen Kapiteln derselben Marke.

Die besten Kienzle Uhren

Für den Einstieg haben wir aktuell verfügbare Armband- und Taschenuhren ausgewählt. Die Auswahl reicht von der mechanischen GMT-Taucheruhr über klassische Quarz- und Funkuhren bis zu traditionellen Taschenuhren.

Kienzle TAUCHER GMT AUTOMATISCH

Kienzle TAUCHER GMT AUTOMATISCH, Blau - Rot, Modern

Kienzle FRANKFURT

Kienzle FRANKFURT, silber / schwarz, Klassisch

Kienzle ESSEN Taschenuhr

Kienzle ESSEN Taschenuhr, Chrom - Roman, Klassisch

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Aktuelle Kienzle Kollektionen im Überblick

Kienzle teilt das aktuelle Sortiment nach Uhrwerk und Einsatzzweck. Automatik-, Quarz- und Funkuhren bilden den klassischen Teil der Kollektion. Active SmartSlim und Active Motion übertragen den Markennamen auf günstige Aktivitätsuhren. Ergänzt wird das Angebot durch Taschenuhren, Wanduhren und Wecker.

Kienzle Automatikuhren und Taucheruhren

Die mechanische Kollektion umfasst die Linien Taucher, Taucher GMT, Tropik, Mechanical Edition, Pilotimer, Reisen und mehrere Fliegeruhren. Die Werke stammen nicht aus einer neuen Kienzle-Manufaktur. Je nach Modell arbeitet im Inneren beispielsweise ein japanisches TMI-Werk oder ein Automatikwerk von Sea-Gull.

Eine der interessantesten aktuellen Kienzle Uhren ist die Taucher GMT Automatik. Das 40 Millimeter große Edelstahlgehäuse trägt eine einseitig drehbare Lünette. Das TMI NH34 kombiniert den automatischen Aufzug mit einem zusätzlichen GMT-Zeiger für eine zweite Zeitzone. Die Uhr ist mit 10 bar angegeben und besitzt Mineralglas.

Kienzle TAUCHER GMT AUTOMATISCH
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Kienzle TAUCHER GMT AUTOMATISCH, Blau - Rot, Modern

  • 40-mm-Edelstahlgehäuse
  • TMI NH34 Automatikwerk
  • GMT-Funktion
  • 10 bar wasserdicht
  • Mineralglas
  • Edelstahl- und Keramiklünette

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Wer die technische Eignung verschiedener Modelle vergleichen möchte, findet die wichtigsten Unterschiede bei unseren Taucheruhren. Besonders Glas, Lünette und Druckfestigkeit unterscheiden sich innerhalb der Kienzle-Kollektion stärker, als es der gemeinsame Name vermuten lässt.

Klassische Kienzle Quarzuhren

Bei den Quarzuhren reicht das Angebot von schlichten Damenmodellen wie Bonn und Weimar bis zu sportlichen Fliegeruhren, Chronographen und GMT-Uhren. Frankfurt, Meister Klassik und Reisen orientieren sich stärker an klassischen Armbanduhren. Blitz, Taucher und Flieger wirken technischer.

Die Frankfurt Classic besitzt ein 42 Millimeter großes Edelstahlgehäuse, ein gewölbtes Mineralglas und ein Mesh-Armband. Eine kleine Sekunde bei sechs Uhr lockert das ruhige Zifferblatt auf. Im Inneren arbeitet das Schweizer Quarzwerk Ronda 1069.

Kienzle FRANKFURT
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Kienzle FRANKFURT, silber / schwarz, Klassisch

  • 42-mm-Edelstahlgehäuse
  • Schweizer Ronda 1069
  • Kleine Sekunde
  • 5 bar wasserdicht
  • Gewölbtes Mineralglas
  • Edelstahl-Meshband

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Kienzle Funkuhren

Die Funkuhren Berlin, Hamburg, Frankfurt und Bremen empfangen das DCF77-Zeitsignal aus Mainflingen. Innerhalb des Empfangsgebiets gleichen sie Uhrzeit und Datumsanzeige automatisch ab. Außerhalb der Reichweite laufen sie als gewöhnliche Quarzuhren weiter.

Bremen und Frankfurt kombinieren analoge Zeiger mit einer kleinen Digitalanzeige. Beide messen 42 Millimeter, besitzen Mineralglas und sind mit 10 bar angegeben. Die Modellvarianten unterscheiden sich vor allem bei Zifferblatt und Lederband.

Kienzle Funk-Armbanduhr Modell Frankfurt
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Kienzle Funk-Armbanduhr Modell Frankfurt

  • 42-mm-Edelstahlgehäuse
  • RC2L-Funkuhrwerk
  • Analog-Digitalanzeige
  • DCF77-Zeitsignal
  • 10 bar wasserdicht
  • Lederarmband

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Kienzle Active Smart Slim und Active Motion

Die Active SmartSlim ist die klassische Smartwatch der Marke. Kienzle bietet eine 38-Millimeter-Ausführung in Roségold und eine schwarze 43-Millimeter-Version an. Beide besitzen ein AMOLED-Touchdisplay, anpassbare Zifferblätter, Benachrichtigungen sowie Funktionen für Schritte, Schlaf, Herzfrequenz und Blutsauerstoff. Die Verbindung zum Smartphone läuft über Bluetooth und die MSmartfit-App.

Kienzle gibt eine Laufzeit von bis zu vier Tagen und 5 bar Wasserdichtigkeit an. Damit richtet sich die Active SmartSlim an Käufer, die eine günstige Alltags-Smartwatch mit Metallgehäuse suchen. Für umfangreiche Karten, eigenständige Navigation oder ein großes App-Angebot sind stärker spezialisierte Modelle aus unserer Smartwatch-Kaufberatung die passendere Wahl.

Die Active Motion verfolgt ein anderes Konzept. Sie sieht wie eine analoge Armbanduhr aus, zählt Schritte mit einem zusätzlichen Zeiger und benötigt weder App noch regelmäßige Akkuladung. Zwei Batterien versorgen Uhrwerk und Schrittzähler laut Kienzle bis zu zwei Jahre.

Kienzle Poseidon heute

Die Poseidon gehört weiterhin zur Marke, wurde aber grundlegend überarbeitet. Die aktuelle Poseidon24 besitzt ein Edelstahlgehäuse, eine einseitig drehbare Lünette, ein Silikonband und ein japanisches Miyota-2115-Quarzwerk. Das Mineralglas erhält eine Saphirbeschichtung.

Frühere Poseidon-Uhren wurden in den Größen S, L und XL mit Durchmessern von 44 bis 50 Millimetern angeboten. Diese auffälligen Modelle prägten das Kienzle-Angebot nach dem Neustart von 2012. Die damaligen Amazon-Referenzen sind inzwischen weitgehend vergriffen. Beim Kauf sollte deshalb zwischen der alten Poseidon-Familie und der aktuellen Poseidon24 unterschieden werden.

Kienzle Italia führte außerdem die Ares 1000. Die massive Taucheruhr kombinierte ein 44-Millimeter-Gehäuse mit NH36-Automatikwerk, Heliumventil und einer angegebenen Wasserdichtigkeit von 1000 Metern. Sie gehört heute nicht zur regulären deutschsprachigen Kollektion, bleibt aber eines der ungewöhnlichsten Modelle aus der jüngeren Kienzle-Geschichte.

Kienzle Taschenuhren, Wecker und Wanduhren

Taschenuhren knüpfen direkt an die frühe Massenproduktion von Kienzle an. Die aktuellen Serien Dortmund, Essen und Ulm arbeiten mechanisch und werden in verchromten, vergoldeten oder schwarzen Gehäusen angeboten. Sie sind keine alten Lagerbestände, sondern Teil des heutigen Sortiments.

Kienzle ESSEN Taschenuhr

Kienzle ESSEN Taschenuhr, Chrom - Roman, Klassisch

Kienzle DORTMUND Taschenuhr

Kienzle DORTMUND Taschenuhr, verchromt, Klassisch

Kienzle ESSEN Taschenuhr

Kienzle ESSEN Taschenuhr, Vergoldet-roman, Klassisch

Kienzle DORTMUND Taschenuhr

Kienzle DORTMUND Taschenuhr, plattiert, Klassisch

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Wanduhren und Wecker bilden weiterhin einen großen Teil des Angebots. Genau deshalb zeigen allgemeine Produktsuchen nach „Kienzle Uhr“ häufig mehr Wanduhren als Armbanduhren. Für die Auswahl am Handgelenk sind die konkreten Kategorien Automatik, Quarz, Funk und Smartwatch zuverlässiger.

Wie gut sind Kienzle Uhren?

Die Qualität lässt sich nicht pauschal aus dem historischen Namen ableiten. Kienzle deckt heute eine große Preisspanne und unterschiedliche Lieferketten ab. Die konkrete Referenz entscheidet über Uhrwerk, Glas, Gehäuse und Wasserdichtigkeit.

  • Uhrwerke

    Kienzle verwendet je nach Modell Schweizer Ronda-Quarzwerke, japanische Werke von TMI oder Miyota und Automatikwerke von Sea-Gull.

  • Glas

    Mineralglas ist in der aktuellen Kollektion weit verbreitet. Einzelne Modelle besitzen eine Saphirbeschichtung. Echtes Saphirglas sollte ausdrücklich in den Produktdaten stehen.

  • Gehäuse

    Viele Armbanduhren besitzen Edelstahlgehäuse. Größe und Höhe reichen von flachen Klassikmodellen bis zu kräftigen Taucher- und Fliegeruhren.

  • Wasserdichtigkeit

    Die Angaben reichen je nach Referenz von 3 bis 10 bar. Funkuhren und die Taucher GMT sind teilweise mit 10 bar erhältlich, klassische Modelle häufig mit 5 bar.

  • Modellprüfung

    Historische Kienzle-Uhren, ältere Lizenzmodelle und die aktuelle Kollektion unterscheiden sich deutlich. Referenznummer und technische Daten sind beim Kauf wichtiger als der Markenname allein.

Worauf Käufer vor der Bestellung achten sollten

Bei einer aktuellen Kienzle Uhr lohnt sich zuerst der Blick auf das Werk. Ein Ronda-Quarzwerk, ein TMI NH34 und ein Sea-Gull-Automatikwerk bedienen unterschiedliche Erwartungen an Wartung, Ganggenauigkeit und Mechanik. Danach folgen Glas und Wasserdichtigkeit. Mineralglas ist alltagstauglich, verkratzt aber leichter als Saphirglas.

Bei älteren Angeboten ist die Referenz besonders wichtig. Unter dem Namen Kienzle wurden über Jahrzehnte sehr unterschiedliche Uhren verkauft. Ein historisches Modell aus Schwenningen, eine jüngere Poseidon und eine neue Kienzle1822-Uhr haben außer dem Markennamen wenig gemeinsam.

Was sind alte Kienzle Uhren wert?

Kienzle produzierte über Jahrzehnte in großen Stückzahlen. Viele einfache Handaufzugsuhren, Wecker und Taschenuhren sind deshalb gut erhalten noch auffindbar. Alter allein macht sie nicht selten. Für den Wert zählen vor allem Werk, Ausführung, Zustand, Originalität und eine nachvollziehbare Herkunft.

Volksautomatik und seltene Kienzle Uhrwerke

Die Volksautomatik von 1956 ist für Sammler interessanter als viele einfache Handaufzugsmodelle. Ihr Kienzle-Kaliber 57 war das einzige hauseigene Automatikwerk der Schwenninger Uhrenfabrik. Der Rotor zog in beide Drehrichtungen auf und die komplette Automatikgruppe ließ sich als Einheit vom Werk abnehmen.

Die Uhr war mit 65 D-Mark deutlich teurer als die damaligen Kienzle-Handaufzugsuhren. Sie verkaufte sich deshalb in kleineren Stückzahlen und verschwand Anfang der 1960er-Jahre wieder aus dem Programm. Originale Zifferblätter, ein vollständiges Werk und ein gut erhaltenes Gehäuse sind bei diesen Modellen besonders wichtig.

Strapazier, Bauhaus und historische Spezialuhren

Die Strapazier-Armbanduhr mit dem Kaliber 51 steht für die andere Seite von Kienzle. Von der robusten und günstigen Konstruktion entstanden mehr als 25 Millionen Exemplare. Sie ist ein wichtiges Stück Industriegeschichte, aber wegen der hohen Stückzahl nicht automatisch wertvoll.

Spannender können gut erhaltene Bauhaus-Uhren, frühe Art-déco-Ausführungen oder ungewöhnliche Spezialuhren sein. Kienzle fertigte auch Uhren für Automobilarmaturen und entwickelte in den 1930er-Jahren eine Acht-Tage-Fliegeruhr für Cockpits. Für eine realistische Bewertung sollten Werkfoto, Gehäusenummer, Zifferblatt, Durchmesser und bekannte Reparaturen dokumentiert werden.

Die Geschichte der Kienzle Uhren

Kienzle entwickelte sich von einer kleinen Schwarzwälder Werkstatt zu einem der größten deutschen Uhrenproduzenten. Die Geschichte erklärt, warum der Name bis heute auf Armbanduhren, Taschenuhren, Weckern und Wanduhren erscheint.

  1. 1822

    Gründung in Schwenningen

    Uhrmachermeister Johannes Schlenker gründet die Deutsche Uhrenfabrik und fertigt zunächst Schwarzwalduhren.

  2. 1883–1897

    Jakob Kienzle übernimmt

    Jakob Kienzle wird Teilhaber, gibt dem Unternehmen seinen späteren Namen und übernimmt schließlich die gesamte Firma.

  3. 1908

    Beginn der Armbanduhrenproduktion

    Kienzle nimmt Armbanduhren ins Programm und wächst in den folgenden Jahren zu einem international tätigen Großproduzenten.

  4. 1930er

    Strapazier und Cockpit-Uhren

    Robuste Armbanduhren wie die Strapazier entstehen in großer Stückzahl. Acht-Tage-Uhren dienen als Instrumente in Flugzeugcockpits.

  5. 1956

    Die Kienzle Volksautomatik

    Mit dem hauseigenen Kaliber 57 bringt Kienzle eine erschwingliche Automatikuhr für ein breites Publikum auf den Markt.

  6. 1970–1980er

    Elektronik, Quarz und Solar

    Elektronische Wecker, Quarzuhren und eine besonders lichtsparende Solaruhr erweitern das technisch vielseitige Sortiment.

  7. 1996–2014

    Insolvenzen und Eigentümerwechsel

    Mehrere Neustarts und wechselnde Eigentümer beenden die kontinuierliche Geschichte der alten Schwenninger Uhrenfabrik.

  8. seit 2024

    Neustart mit Kienzle1822

    Die Kienzle1822 GmbH aus Wels führt die Marke im deutschsprachigen Raum mit einer neuen Kollektion weiter.

Johannes Schlenker gründet die Uhrenfabrik

Uhrmachermeister Johannes Schlenker gründete 1822 in Schwenningen am Neckar die Deutsche Uhrenfabrik. Anfangs entstanden handgefertigte Schwarzwalduhren. Später kamen Nachtwächter-Kontrolluhren, Regulatorwerke und preiswerte Großuhren hinzu.

Als Jakob Kienzle 1883 in die Familie Schlenker einheiratete, wurde er Teilhaber und das Unternehmen erhielt den Namen Schlenker & Kienzle. 1897 übernahm er die Firma vollständig. Seine größte Leistung war nicht ein einzelnes Luxusmodell, sondern die konsequente Industrialisierung erschwinglicher Zeitmesser.

Vom Schwarzwald auf den Weltmarkt

Niederlassungen in Mailand, London und Paris machten Kienzle zu Beginn des 20. Jahrhunderts international sichtbar. 1908 begann die Fertigung von Armbanduhren. Wenig später produzierte das Unternehmen jährlich mehrere Millionen Uhren und Uhrwerke.

Kienzle entwickelte nicht nur Armbanduhren. Taschenuhren, Reisewecker, Autouhren und Cockpit-Instrumente gehörten ebenso zum Programm. In den 1930er-Jahren fuhr ein auffälliger Kienzle-Bus als mobiler Ausstellungsraum durch Deutschland. Nach dem Zweiten Weltkrieg folgten Bauhaus-Uhren, die Volksautomatik und später elektronische Wecker, Quarz- und Funkuhren.

1970 brachte Kienzle einen elektronischen Wecker auf den Markt, der millionenfach verkauft wurde. In den folgenden Jahren gehörte das Unternehmen zu den größten Armbanduhrenherstellern der Bundesrepublik. Eine Solaruhr mit geringem Lichtbedarf ergänzte 1986 die technische Entwicklung.

Insolvenzen und wechselnde Markeninhaber

Die Größe der historischen Fabrik schützte Kienzle nicht vor dem Strukturwandel der Uhrenindustrie. Nach Übernahmen und Umfirmierungen folgte 1996 die erste Insolvenz. Ab 1997 wechselte das Unternehmen erneut den Eigentümer. 2002 entstand in Hamburg eine neue Kienzle AG, die den traditionsreichen Namen wieder international aufbauen wollte.

Weitere Neustarts führten nicht zu einer stabilen Fortsetzung der alten Fabrik. Nach Insolvenzen in den Jahren 2010 und 2014 lagen die Markenrechte zeitweise bei neuen Gesellschaften. Uhren mit dem Namen Kienzle blieben erhältlich, stammten aber nicht mehr aus der ursprünglichen Schwenninger Produktion.

Kienzle1822 GmbH und Kienzle Italia

Seit 2024 führt die Kienzle1822 GmbH aus Wels die Marke im deutschsprachigen Raum. Das aktuelle Sortiment umfasst wieder zahlreiche Armbanduhren und nutzt zugekaufte Werke etablierter Anbieter. Die historische Herkunft bleibt Teil der Gestaltung, während Entwicklung und Vertrieb heute in einer neuen Unternehmensstruktur stattfinden.

Daneben besitzt die italienische Kienzle-Geschichte einen eigenen Verlauf. 1933 entstand in Mailand die S.I.O.K. als Vertretung der deutschen Fabrik. Aus ihr ging 2002 Kienzle Italia hervor. Das Unternehmen verkauft heute eigene Kollektionen und führt unter anderem die aktuelle Poseidon24.

Wer Kienzle mit anderen Traditionsherstellern vergleichen möchte, findet weitere Marken in unserer Übersicht deutscher Uhrenmarken. Junghans entwickelte sich ebenfalls in Schwenningen zum Großproduzenten, besitzt heute aber eine andere Unternehmens- und Fertigungsstruktur.

Fazit zu Kienzle Uhren

Kienzle ist heute wieder mehr als ein Name auf alten Weckern und Flohmarktfunden. Die aktuelle Kollektion bietet günstige Funkuhren, klassische Quarzmodelle, mechanische Taucher- und Fliegeruhren sowie Smartwatches. Besonders interessant sind Modelle, bei denen Ausstattung und Preis klar zusammenpassen, etwa die Frankfurt Classic, die Funkuhren oder die Taucher GMT Automatik.

Für Sammler liegt der größere Reiz in der historischen Vielfalt. Volksautomatik, Strapazier, Bauhaus-Uhren und frühe Automobil- oder Fliegeruhren erzählen die Geschichte deutscher Serienfertigung. Käufer sollten deshalb immer unterscheiden, ob sie eine aktuelle Kienzle1822-Uhr oder ein Modell aus der alten Schwenninger Produktion vor sich haben.

Kurz & knapp

Häufige Fragen zu Kienzle Uhren

Gibt es Kienzle Uhren noch?

Ja. Seit 2024 führt die Kienzle1822 GmbH aus Wels die Marke und bietet wieder ein breites Sortiment an Automatik-, Quarz-, Funk- und Smartwatches an. Parallel ist Kienzle Italia mit eigenen Kollektionen aktiv.

Ist Kienzle eine deutsche Uhrenmarke?

Kienzle entstand 1822 in Schwenningen am Neckar und gehört historisch zur deutschen Uhrenindustrie. Der heutige Markeninhaber Kienzle1822 GmbH sitzt in Wels in Österreich. Die Herkunft der Marke und der heutige Unternehmenssitz sind deshalb getrennt zu betrachten.

Wo werden Kienzle Uhren hergestellt?

Die aktuelle Kollektion verwendet je nach Modell Werke von Ronda, TMI, Miyota oder Sea-Gull sowie Komponenten aus verschiedenen Ländern. Der heutige Markeninhaber sitzt in Österreich. Ein einheitlicher deutscher Fertigungsort für alle aktuellen Kienzle Uhren wird nicht angegeben.

Wie gut sind Kienzle Uhren?

Die Ausstattung reicht von günstigen Funk- und Smartwatches bis zu Automatikuhren mit Edelstahlgehäuse. Viele aktuelle Modelle besitzen Mineralglas und sind mit 5 oder 10 bar angegeben. Werk, Glas und Wasserdichtigkeit sollten immer anhand der konkreten Referenz bewertet werden.

Was sind alte Kienzle Uhren wert?

Der Wert hängt vor allem von Modell, Werk, Zustand, Originalität und Seltenheit ab. Häufige Handaufzugsuhren und Taschenuhren erzielen meist weniger als seltene Volksautomatik-Modelle, außergewöhnliche Bauhaus-Ausführungen oder gut dokumentierte historische Spezialuhren.

Was kann die Kienzle Active Smart Slim?

Die Active Smart Slim besitzt je nach Ausführung ein 38 oder 43 Millimeter großes Gehäuse, ein AMOLED-Display, Aktivitäts- und Schlafaufzeichnung, Benachrichtigungen sowie Gesundheitsfunktionen. Kienzle gibt bis zu vier Tage Laufzeit und 5 bar Wasserdichtigkeit an.