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Die besten Laco Uhren: Ikonische Fliegeruhren des historischen deutschen Herstellers

Laco ist eine 1925 gegründete deutsche Uhrenmarke mit Sitz in Pfortsheim. Erfahre hier mehr über die Geschichte der Laco Uhren und die besten Modelle aus der authentischen Fliegeruhren Kollektion.

Laco Uhren sind vor allem für ihre historische Verbindung zu den deutschen Beobachtungsuhren des Zweiten Weltkriegs bekannt. Laco ist nur einer von fünf Herstellern die diese B-Uhren für die Deutsche Luftwaffe produzierten. Mehr dazu erfährst du in unserem ausführlichen Artikel über die Geschichte der Militäruhren.

Die besten Laco Uhren

Mit der Laco Uhr trägt man ein Stück Zeitgeschichte am Handgelenk. Dies ist auch ein wesentlicher Grund, weshalb der deutsche Uhrenhersteller heute noch höchsten Wert auf die Produktion der klassischen Fliegeruhr legt. Die meisten Modelle besitzen üblicherweise ein Automatikuhrwerk auf Miyota-Basis, ein Saphirglas und Superluminova C3 Leuchtmasse auf dem Zifferblatt.

Laco Herrenuhren

Laco Damenuhren

Über Laco

Gründung:1925
Sitz:Pforzheim, Deutschland
Gründer:Frieda Lacher und Ludwig Hummel

Die Geschichte der Firma Laco beginnt im Jahr 1925. Damals gründeten Frieda Lacher und Ludwig Hummel gemeinsam das neue Unternehmen in Pforzheim unter dem Namen Lacher & Co. Das Ziel der Gründer war, komplette Uhren zu produzieren und nicht, wie damals üblich, nur die Gehäuse zu fertigen und mit Uhrwerken aus der Schweiz zu versehen. 1933 rief Ludwig Hummel zudem die Firma Durowe ins Leben, welche sich auf die Produktion präziser Uhrwerke konzentrierte und mit Lacher & Co. große Bedeutung in Pforzheim erlangte. Bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs konnten beide Unternehmen stetig wachsen und bis zu 30.000 Uhrwerke im Monat herstellen.

Laco Fliegeruhren während des Zweiten Weltkriegs

Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Produktion aufrecht erhalten. Vor allem Fliegeruhren waren in dieser Episode gefragt, da Lacher & Co. neben vier weiteren Firmen als offizieller Lieferant der Deutschen Luftwaffe fungierte.

Die Laco Fliegeruhren mussten den Spezifikationen für B-Uhren entsprechen, die vom Reichsluftfahrtministerium definiert wurden. Diese umfassen folgende typischen Merkmale:

  • Ein Gehäusedurchmesser von 55 mm.
  • Eine spezielle Gravur auf der Gehäuserückseite und der Gehäuseseite
  • Eine große Krone, um die Fliegeruhr auch mit Handschuhen noch bedienen zu können.
  • Ein stoppendes Uhrwerk mit Breguet-Unruhspirale.
  • Einen Lederriemen um die Uhr an einer Flugjacke befestigen zu können.

Alle B-Uhren mussten außerdem als Chronometer geregelt und getestet werden, bevor sie für den Einsatz zugelassen wurden.

Einen massiven Einschnitt stellte die fast komplette Zerstörung Pforzheims während eines Luftangriffs dar. Jedoch konnte die Produktion bereits 1949 wieder aufgenommen werden und stieg in den 1950er Jahren auf 80.000 gefertigte Uhrwerke pro Monat an.

1952 begann Laco mit dem Bau von Automatikuhrwerken und war damit einer der Pioniere in Deutschland auf diesem Gebiet. Wegen Umsatzeinbußen am Ende der 1950er Jahre wurde die Firma jedoch an den amerikanischen Konzern Timex verkauft. Eine weitere Veräußerung ereignete sich im Jahr 1965, als das Unternehmen in den Besitz der Firma Ebauches S.A. aus der Schweiz überging. Der Erfolg der günstig produzierten Quartzwerke aus Japan sorgte in den 1970er Jahren schließlich dafür, dass Laco seine Fertigung einstellen musste.

Neustart nach der Insolvenz

Ein erneuter Versuch, auf dem Uhrenmarkt Fuß zu fassen, startete im Jahr 1988, endete jedoch mit der Anmeldung der Insolvenz im Jahr 2009. Jedoch begann Laco im Jahr 2010 schon mit einem weiteren Versuch. Diesmal fing man mit gerade einmal acht Mitarbeitern an und konzentrierte sich auf die Wurzeln des Unternehmens. Fortan produzierte Laco vornehmlich hochwertige Fliegeruhren sowie Marineuhren und Einsatzuhren im militärischen Stil.

Besonderheiten der Laco Uhren

Laco fertigt robuste Modelle, bei denen Funktionalität und Langlebigkeit eine entscheidende Rolle spielen. Die Fliegeruhren hält die Firma im Stil ihrer Anfänge, ohne übermäßige Verzierungen oder aufwendige Funktionen. Das Unternehmen legt bei der Produktion mehr Wert darauf, dass die Uhren hochwertig gefertigt werden. Das bedeutet auch, dass in jedem Modell echte Handarbeit steckt. Von industrieller Massenproduktion hat sich die Firma losgesagt. Alle Modelle werden von fähigen Uhrmachern zusammengesetzt und mehrfach kontrolliert, bevor der Verkauf an den Endkunden erfolgt. Auch von Auslagerungen der Produktion ins Ausland kann keine Rede sein. Der Firmensitz und Produktionsstandort von Laco befindet sich heute immer noch in Pforzheim.

Technik und Uhrwerke der Laco Uhren

Seine Uhrwerke produziert Laco jedoch nicht mehr ausschließlich selbst. In einigen Modelle arbeiten japanische Quarzwerke. Zwar hat Laco im Jahr 1961 die erste zuverlässige elektrische Uhr in Deutschland auf den Markt gebracht, jedoch werden heute die Werke zugekauft. In seinen Automatikuhren setzt Laco selbst modifizierte Werke des renommierten Herstellers ETA ein, welche an die jeweiligen Modelle individuell angepasst sind. Laco vereint somit seine eigenen hohen Ansprüche mit der Präzision und der Genauigkeit von Uhrwerken aus der Schweiz.

Besondere Laco Uhrenmodelle

Ein besonderes Modell aus dem Hause Laco ist die RAD-AUX. Sie ist in streng limitierter Edition erschienen und stellt eine Hommage an vergangene Tage dar. Das Außergewöhnliche an dieser Uhr ist, dass sie in antiker Optik gehalten ist und den Anschein erweckt, Jahrzehnte gealtert zu sein. Dieser Stil wird dadurch erreicht, dass die einzelnen Bestandteile des Zeitmessers in mühevoller Arbeit einem künstlichen Alterungsprozess unterzogen werden. So entsteht ein Look, der der Entstehung einer natürlichen Patina gleicht. Die Uhr erweckt äußerlich den Anschein, eine lange Geschichte hinter sich zu haben, in ihr ist jedoch neueste Technik verbaut.

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